SHIROKKO MUSIK
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SHIROKKO PRÄSENTIERT ECM RECORDS

Liebe Freunde des guten Geschmacks.
Wir nutzen die Veröffentlichung des Films SOUNDS AND SILENCE als DVD/BluRay und der dazu
 gehörigen CD als Anlaß, eine weitere Liste unserer Lieblings-CDs von ECM vorzustellen.


Ein Blick in unser Schaufenster:

Hinzugekommen sind Werke von
Keith Jarrett : RIO
Marcin Wasilewski Trio : Faithful
Anat Fort Trio : And If
Eleni Karaindrou : Ulysses' Gaze
Arvo Pärt : In Principio

Amina Alaoui : Arco Iris 
Dino Saluzzi & Anja Lechner : Arco Iris 
Nik Bärtsch : Llyria

Nik Bärtsch

Apropos Nik Bärtsch. Wir sind von diesem Musiker so begeistert, daß wir ihm eine eigene Seite gewidmet haben: NIK BÄRTSCH. Gleich ansehen!!!


Wir bitten um gefällige Beachtung und wünschen viel Spaß beim Hören.
Lassen Sie sich entführen in die wunderbare Klangwelt von ECM.

Gerhard Rühl und das Team von SHIROKKO, im August 2011

Übrigens -  für Schnellbesteller gibt's die meisten CDs in unserem Webshop www.shirokko-online.de


Bitte beachten Sie auch unsere ECM- Empfehlungen der Jahre 2009 und 2010. 
Sie  finden darunter folgende CDs:

Arild Andersen : Sagn
Stefano Bollani : Stone In The Water
Anouar Brahem : Le Pas du Chat noir
Anouar Brahem : Le Voyage de Sahar
Anouar Brahem : The Astounding Eyes Of Rita
Jan Garbarek : Twelve Moons
Jan Garbarek :  In Praise Of Dreams
Jan Garbarek & Hilliard Ensemble : Officium
Tord Gustavsen Trio : Changing Places
Zakir Hussain : Making Music
Keith Jarrett : The Köln Concert
Keith Jarrett : The Melody At Night For You
Eleni Karaindrou : Eternity And A Day
Eleni Karaindrou : Elegy Of The Uprooting
Manu Katché : Neighbourhood
Manu Katché : Third Round
Lechner & Tsabropoulos : Gurdjeff - Chants, Hymns & Dances
Lechner & Tsabropoulos : Melos
Arvo Pärt : Alina
Dino Saluzzi : Cité de la Musique
Marcin Wasilewski Trio

Letzte Bearbeitung : Freitag, 02. Dezember 2011

Üblicherweise haben ECM-Produktionen einen sehr langen Vorlauf, zwischen Aufnahme und Veröffentlichung vergeht oft lange Zeit. Umso erfreulicher, daß Manfred Eicher und ECM Records uns Keith Jarretts neue CD schon ein halbes Jahr nach der Aufnahme auf den vorweihnachtlichen Gabentisch legen. Offensichtlich wollten sie ein solches Juwel nicht länger im Schatzkästchen aufbewahren…  
KEITH JARRETT : RIO X

"Alles was ich in Rio gespielt habe, ist improvisiert, nicht wiederholbar, nicht in einem anderen Land, einem anderen Saal, mit einem anderen Publikum, in einer anderen Nacht".
So beschreibt Keith Jarrett sein Solokonzert im wundervollen Theatro Municipal Rio de Janeiro.  Man glaubt ihm jedes Wort, wenn man die CD hört. Denn sie dokumentiert eine Sternstunde.  
Kurz vor seinem 66. Geburtstag erwies sich der legendäre Pianist topfit,  körperlich und wohl auch mental in hervorragender Verfassung (sicherlich eine Voraussetzung für eine derartige musikalische Höchstleistung). Um dies schon zu Beginn des Konzerts zu demonstrieren, geht Jarrett gleich aufs Ganze, lotet seine eigenen Möglichkeiten und die des Flügels aus, fast scheint es, als wolle er das Instrument auf sein Spiel einschwören. Solch freie Improvisationen sind live sehr eindrucksvoll - ohne den visuellen Eindruck können sie bisweilen etwas anstrengend sein. 
Doch lassen Sie sich vom stürmischen Beginn nicht abschrecken! 

Jarrett nimmt sich alsbald deutlich zurück und präsentiert zunächst sehr abwechslungsreiche Titel, wie ein Koch der die Zutaten für ein wohlschmeckendes Menü vorbereitet. Er nennt diese Titel "parts" - der Ausdruck "Kapitel" scheint mir angemessener, denn das ganze Konzert hat eine logische  und geschickte Dramaturgie.  Insofern ist auch die Introduktion für die Weiterführung äußerst wichtig.
Ab Kapitel 6, nachdem Jarrett die musikalischen Grenzen seines Auftritts festgelegt hat, entwickelt sich eine eindrucksvolle Abfolge musikalischer Köstlichkeiten. Äußerst lyrische Stücke wechseln sich ab mit jazzigen Grooves, Jarrett formt kernige rhythmische Akzente über die er perlende Kaskaden legt.  
Im Unterschied zu früheren Soloaufnahmen, wo er oft in langen Exkursen seine Motive herausarbeitete, sind seine Stücke nun sehr kompakt, ausgereift,  als seien sie nicht im Moment entstanden sondern durchkomponiert, mit  melodischen Songstrukturen, mit Anfang und Ende.
Schließlich gibt er dem 90minütigen Konzert einen würdigen Abschluß, dem nichts mehr hinzuzufügen ist. Lediglich das Atemholen im Bewußtsein, einem Glücksmoment beigewohnt zu haben.

Sie spüren schon, liebe Musikfreunde, ich bin restlos begeistert,  könnte noch lange von den einzelnen Titeln schwärmen. Hören Sie beispielsweise den mitreißend rhythmischen Titel 6, das so verträumte Kapitel 7 oder das  unglaublich schöne Kapitel 13, in dem für einen kurzen Moment ein Motiv des Köln Concerts aufblitzt. Sie werden feststellen: das ist der beste Jarrett, den es seit langer langer Zeit gegeben hat.  
Es sind aber nicht so sehr die einzelnen Titel die dieses Konzert zu einem ganz besonderen machen. Es ist die Abfolge der Titel, die den Zuhörer förmlich hineinzieht in eine intensive musikalische Gefühlswelt, aus der man nur sehr schwer entfliehen kann. Der tosende Applaus  des Publikums am Ende jedes Stücks beweist dies eindrücklich.
  

Keith Jarretts Solokonzerte in Bremen, Köln, Wien, Tokio, Paris etc. waren immer legendär. Das 1975 aufgenommene Köln Concert ist völlig zurecht die mit 3 ½ Millionen wohl meistverkaufte Jazz-Aufnahme aller Zeiten. Aber es muß für einen Musiker mit einem derartig vielseitigen Schaffen auch belastend sein, ein halbes Künstlerleben lang an einer einzigen Aufnahme gemessen zu werden.

Von dieser "Last" hat sich Jarrett endgültig befreit. Künftig wird er (wie viele andere Pianisten) gemessen werden am denkwürdigen Konzert in Rio de Janeiro. 
Das behaupte ich ganz einfach.

Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK, November 2011  

Keith Jarrett : RIO
ECM Records 2011, Laufzeit 90 Minuten, 2 CDs € 25,00

Einige Hörbeispiele finden Sie hier:
http://player.ecmrecords.com/jarrett-rio/media

Ein kurzes Video – mit Statements berühmter Kollegen – finden Sie hier: http://www.jazzecho.de/keith-jarrett?gclid=CNvvncCxm6wCFUKIDgodKnPA-g

Keith Jarrett, Rio

 

 

 

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sounds and silence X
Unterwegs mit Manfred Eicher
Ein Film von Peter Guyer und Norbert Wiedmer

Manfred Eicher, Chef des Münchner Labels ECM, ist nicht nur der derzeit wohl bedeutendste Produzent zeitgenössischer Musik, er ist auch eine ebenso erstaunliche wie unverwechselbare Persönlichkeit.

Seit nunmehr über 40 Jahren verfolgt er mit seinen Veröffentlichungen einer ganz eigenen Philosophie und Ästhetik. Egal ob Jazziges, Klassisches oder Grenzüber- schreitendes – in den Händen von Manfred Eicher wird jede Aufnahme zum Ereignis, auch in klangtechnischer Hinsicht.

Ein Schweizer Filmteam hat, ganz der ECM-Ästhetik folgend, einen Film gedreht, der Musikfilm und Roadmovie, Dokumentation und Hommage zugleich ist. 
Er zeigt Manfred Eicher in seinem Element. 
In der Firma, unterwegs, vor allem aber im Studio. 
Denn dort vermag Eicher seine Leidenschaft voll auszuleben: das Verbinden von Klang und Stille. Es scheint, als höre er mit den Augen und sehe mit den Ohren. Stets läßt er den Musikern Zeit und Raum, ihre Musik klingen und ausklingen zu lassen, die Töne förmlich schweben zu lassen. Nicht umsonst ist das ECM-Motto "the most beautiful sound next to silence".

Wenn man diese 90minütige Dokumentation betrachtet, wird man ganz spontan hingezogen zu dieser ganz eigenen Welt des Klangs. Selbst ECM-Kenner dürften da noch einige Entdeckungen machen. Egal ob sakrale Chöre von Arvo Pärt, sehnsuchtsvolle Orchestermusik von Eleni Karaindrou, arabische Lautenmusik von Anouar Brahem oder die ganz eigene jazzige Spielweise von Nik Bärtsch – all diese Musik besitzt eine ungeheure Faszination. Ganz zu schweigen von den Persönlichkeiten herausragender Musiker. Wenn der manchmal etwas entrückt wirkende Arvo Pärt mit Manfred Eicher ein Tänzchen wagt, spürt man: der ECM-Chef ist auch Partner, er ist Gelehrter und Lernender zugleich. Er ist unbeirrbar in seinem eigenen Qualitätsanspruch, dennoch aber stets bereit, neue Wege zu beschreiten.
Nur so kann Neues entstehen und Bestehendes dennoch gepflegt werden. Insofern ist der Film Sounds And Silence auch ein Lehrstück für all jene, die in irgendeiner Weise mit künstlerischem Schaffen zu tun haben.

Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK, August 2011

Der Film:

Sounds And Silence
Unterwegs mit Manfred Eicher - ein Film von Peter Guyer & Norbert Wiedmer
GoodMovies 2011, Laufzeit 87 Minuten, DVD € 18,00, BluRay € 22,00

Die Musik:

Sounds And Silence
ECM 2011, Laufzeit 76 Minuten, CD € 18,00


Tracklisting:
Keith Jarrett : Reading Of Sacred Books – von CD: Sacred Hymns
Arvo Pärt : Für Lennart In Memoriam – von CD: In Principio
Rolf Lislevand : Arpeggiata Addio – von CD : Nuove Musiche
Nik Bärtsch : Modul 42 – von CD: Holon
Anouar Brahem : Sur le fleuve – von CD: Le Voyage de Sahar
Marilyn Mazur : Creature Walk – von CD: Elixir
Dino Saluzzi & Anja Lechner : Tango a mi padre – von CD Ojos Negros
Eleni Karaindrou : Farewell Theme – von CD: Elegy Of The Uprooting
Eleni Karaindrou : To Vals To Gamou –
Dino Saluzzi & Anja Lechner : Ojos Negros – von CD: Ojos Negros
Gianluigi Trovesi : Cosi Tosca – von CD: Profumo di Violetta
Keith Jarrett : Reading Of Sacred Books – von CD: Sacred Hymns
Arvo Pärt : Da pacem domine – von CD: In Principio


Besuchen Sie auch die Website www.soundsandsilence.ch !!!

Sounds And Silence DVD
Sounds And Silence DVD





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Sounds And Silence CD
Sounds And Silence - CD

 

 

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WASILEWSKI TRIO : faithful X

Üblicherweise sind ECM-CDs von innerer Ruhe und Bedächtigkeit gekennzeichnet – nicht umsonst lautet das Motto des Labels "the most beautiful sounds next to silence".

Doch selbst wenn man, wie ich, Fan von sentimentalen und ruhigen Klängen ist, tut manchmal ein wenig Schwung gut. Da kommt diese CD des polnischen Pianisten Marcin Wasilewski und seines Trios gerade recht. Denn nach den betörend zarten und schönen Klavierklängen, die Wasilewski z.B. bei Manu Katchés CD Neighbourhood beisteuerte, greift er diesmal deutlich heftiger in die Tasten. Ergebnis ist eine großartig dahinfließende CD, die außer Eigenkompositionen auch Werke von Ornette Coleman, Paul Bley und sogar Hanns Eisler präsentiert. Stärkste Stücke sind, meiner Meinung nach, der gefühlvoll melodische "Song For Swirek" und das schwärmerische "Ballad Of The Sad Young Men".

Da zeichnet sich ein neuer Bestseller in den SHIROKKO – Top Ten ab!?

Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK, April 2011

Wasilewski Trio : Faithful
ECM 2011, Laufzeit 72 Minuten, CD € 19,90

Besetzung: Marcin Wasilewski (Piano), Slawomir Kurkiewicz (Bass) 
und Michal Miskiewicz (Schlagzeug).

Sehen Sie Marcin Wasilewski live mit seiner Version von Prince's Diamonds And Pearls:

http://www.youtube.com/watch?v=kNCzrUBt1CA&feature=related

Wasilewski Trio, Faithful
Wasilewski Trio : Faithful






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ANAt fort trio : and if X

Chick Corea, Herbie Hancock, Keith Jarrett – in diese illustre Liste berühmter Pianisten kann man die junge israelische Künstlerin Anat Fort durchaus einreihen. Mehr noch: sie muß sich hinter diesen großen Namen keineswegs verstecken! Denn mit ihrer CD And If legt sie ein beeindruckend ausgereiftes Werk vor, in dem sie sowohl spielerisches Können wie auch musikalische Einfühlsamkeit beweist.

Eingespielt mit der "klassischen" Triobesetzung Piano/Bass/Schlagzeug ist diese CD 
ein wundervolles Werk voller emotionaler Momente aber auch voller intellektueller Klasse. Wie die genannten Protagonisten des modernen Jazz präsentiert auch Anat Fort eine ganz eigenständige, unverkennbare Interpretation. Dabei phrasiert sie aber deutlich weniger in Richtung "Jazz" – man spürt ganz deutlich, daß sie klassische Ausbildung hat. 

Wenn Anat Fort im Zusammenspiel mit dem Bassisten Gary Wang ihre Melodien herausarbeitet, führt sie jene Fachleute ad absurdum, die bei der CD "Jasmine" von Keith Jarrett und Charlie Haden behauptet hatten: "das können eben nur diese beiden Ausnahmemusiker". Von wegen!
Mit ihrem ebenso jungen wie bislang weitgehend unbekannten Begleitensemble zeigt Anat Fort, daß Jugend und Spielkunst kein Widerspruch sind.

Ergebnis ist eine beeindruckende CD mit erhebenden Momenten. Mit wunderschönen Melodien (wie im Titel "En If"), aber auch mit gelegentlich spröden Klängen – so im Beginn von Titel 5, wo Glasharfen-ähnliche Töne erklingen.

And If ist eine sehr interessante, sehr abwechslungsreiche, sehr inspirierende CD. 
Sie ist gefällig, ohne ins Easy Listening abzugleiten. Sie ist anspruchsvoll, ohne abgehoben akademisch zu sein.  Sie ist künstlerisch, ohne virtuos zu wirken.

Kurz gesagt: eine dringende Empfehlung für all jene Hörer, die schöne Klaviermusik schätzen, die nicht einlullt sondern den Geist beflügelt.

Ganz sicher ist Anat Fort : And If eine der Entdeckungen des Jahres 2010!

Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK, im November 2010

Anat Fort Trio : And If
ECM Records 2010, Laufzeit 52 Minuten, CD € 19,90

Sehen Sie hier ein achtminütiges Live-Video!

Anat Fort Trio, And If
Anat Fort Trio : And If


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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NIK BÄRTSCH'S RONIN : LLYRIA   X

Eine der großartigsten Neuentdeckungen der letzten Zeit ist die Musik von 
Nik Bärtsch. (Wobei ich ganz selbstkritisch zugeben muß, ihn jahrelang ignoriert zu haben). Denn mit seiner ganz eigenständigen, unverkennbaren Spielweise schlägt er den Bogen zwischen Minimal Music, Jazz und Avantgarde.
Als Einstieg in die fabelhafte Musik von Nik Bärtsch empfehlen wir seine CD Llyria, denn sie ist die ruhigste und zugleich jazzigste CD, was aber nicht heißt, daß nicht auch hier die funky grooves vorkommen, die Nik Bärtsch's Combo so unvergleichlich macht.
Ein absolutes Highlight, das Lust auf mehr macht. Wir jedenfalls sind fast süchtig geworden nach Nik Bärtschs Musik und legen sie Ihnen deshalb sehr ans Herz!!!


Nik Bärtsch : Llyria
ECM 2010, Laufzeit 56 Minuten, CD € 19,90  

bitte besuchen Sie auch unsere Sonderseite NIK BÄRTSCH

Baertsch, Llyria
Nik Bärtsch : Llyria

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ARVO PÄRT : IN PRINCIPIO   X

Auf dem Hintergrund von Texten des Johannes-Evangeliums hat Arvo Pärt diese wundervolle Musik komponiert, die über weite Strecken "Orff'sche Kraft" vermittelt. Ganz anders dagegen das ergreifende "Da pacem domine", das alljährlich in Spanien 
zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags von Madrid aufgeführt wird. 
Daß Komponisten beileibe nicht weltfremd und entrückt sind, beweist Arvo Pärt auch bei dem intensiven Orchesterstück "For Lennart In Memoriam". Es handelt sich um eine Hommage an den charismatischen Präsidenten der Republik Estland, Lennart Meri, die dieser noch kurz vor seinem Tod selbst in Auftrag gegeben hat. 
So schließt sich in der CD In Principio der Kreis zwischen Tradition und Zukunft, zwischen Gläubigkeit und Willen zur Selbstbestimmung.
Es spielen und singen das Estnische Symphonieorchester, das Tallinn Kammerorchester und der Kammerchor der Estnischen Philharmonie unter Leitung von Tonu Kaljuste.
 

Arvo Pärt : In Principio
ECM 2009, Laufzeit 71 Minuten, CD € 19,90

Paert, In Principio
Arvo Pärt : In Principio

 

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arvo pärt : tabula rasa   X

Es gibt CDs, die für eine gewisse Zeit von Bedeutung sind. Es gibt aber auch CDs, die eine Ära einläuten, die über Generationen hinweg richtungsweisend sind.
Eine solche CD ist die erste ECM-Veröffentlichung des estnischen Komponisten Arvo Pärt. Denn sowohl in den orchestralen Stücken wie auch in den kammermusikalischen Werken hat diese CD Zeichen gesetzt. Was auch kein Wunder ist, denn es sind immerhin so großartige Instrumentalisten wie Gidon Kremer, Keith Jarrett und auch der Komponist Alfred Schnittke zu hören.
Mittlerweile gehört Arvo Pärt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten, bekannt für seine großflächig, leicht sphärisch angelegte Kompositionsform, recht oft mit sakralem Hintergrund. Die CD Tabula Rasa ist ein eindrucksvoller Beleg! Wenngleich der Titel nicht voll zutrifft: reinen Tisch macht man eigentlich am Ende einer Geschichte, nicht am Anfang einer Erfolgsstory…
 

Arvo Pärt : Tabula Rasa
ECM 1984, Laufzeit 55 Minuten, CD € 19,90

Titel:  
Fratres (Gidon Kremer & Keith Jarrett)
Cantus in Memory Of Benjamin Britten (Staatsorchester Stuttgart)
Fratres (12 Cellisten der Berliner Philharmoniker)  
Tabula Rasa (Kremer, Gridenko, Schnittke, Litauisches Kammerorchester) 

Paert, Tabula Rasa
Arvo Pärt : Tabula Rasa

 

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ELENI KARAINDROU : ULYSSES' GAZE   X

Manche Filmmusik kommt über bloße Untermalung nicht hinaus, manche Filmmusik hingegen ist eigenständig und verstärkt die Wirkung der Bilder. Solche Musik schreibt Eleni Karaindrou für die Filme ihres Landsmannes Theo Angelopoulos. 
Wie meist bei Karaindrou handelt es sich um ein Generalthema mit Variationen, gespielt mit Viola, Oboe und Akkordeon, unterlegt mit sanfter Orchesterbegleitung. Selbst wenn man den Film "Der Blick des Odysseus" (mit Harvey Keitel) nicht gesehen hat – beim Hören der Musik werden sofort Kopfkino-Bilder frei. Wundervoll!

Eleni Karaindrou : Ulysses' Gaze
ECM 1995, Laufzeit 59 Minuten, CD € 19,90  

Karaindrou, Ulysses' Gaze
Karaindrou : Ulysses' Gaze

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SALUZZI & LECHNER : OJOS NEGROS  

X

Zu meinen absoluten Lieblingsinstrumenten gehören Cello und Bandoneón. 
Beiden zueigen ist der betörend sentimentale Klang voll süsser Melancholie.

Wenn eine CD mit Cello und Bandoneón erscheint, kann eigentlich nichts schief gehen. Schon gar nicht, wenn solche Ausnahmekünstler wie der Argentinier Dino Saluzzi und die Münchner Cellistin Anja Lechner zu Werke gehen.

So ist Ojos Negros in der Tat ein fabelhaftes Album geworden, mit innig-intensiven Klängen zwischen Tradition und Moderne, zwischen Tango und Klassik.  

Saluzzi & Lechner : Ojos Negros
ECM 2007, Laufzeit 57 Minuten, CD € 19,90  

Saluzzi & Lechner, Ojos Negros
Saluzzi & Lechner : Ojos Negros

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AMINA ALAOUI : ARCO IRIS X

Über Jahrhunderte hinweg wurde die europäische Kultur von der arabischen beeinflußt. Wenn es noch eines Beweises bedurft hat, daß insbesondere die Musik der iberischen Halbinsel deutlich arabische Züge trägt – hier ist er!
Die marokkanische Sängerin Amina Alaoui präsentiert zusammen mit ihrem vorzüglichen Ensemble eine eindrucksvolle Mischung aus arabischer, spanischer und portugiesischer Musik. Hier wird deutlich, wie sehr der Flamenco in Instrumentierung und Rhythmik von der Musik des Maghreb profitiert hat. Es wird ebenso deutlich, wie sehr die Sangeskunst des Fado an die sehnsüchtigen Klagelieder Nordafrikas erinnert.
Amina Alaoui hat für diese CD Texte der Heiligen Teresa von Avila mit Musik unterlegt, sie trägt auch arabische Kompositionen des 11. Jahrhunderts vor. Dazu aber auch mit Fado Menor einen der bekanntesten Fados des 20. Jahrhunderts. 
Sie überschreitet aber nicht nur zeitliche, sondern auch geographische Grenzen.
 
So ist das Titelstück in Zusammenarbeit mit Teofilo Chantre, dem bekannten kapverdischen Musiker, entstanden.

Ergebnis dieser ambitionierten Arbeit ist eine wunderschöne CD mit traumhaft schönem Gesang und stets ebenbürtiger Begleitung. Dabei funkelt die CD keineswegs, wie es der Titel vermuten ließe, in Regenbogenfarben. Stattdessen scheinen die Töne in dunkle Pastelltöne gekleidet.

Wenn es an dieser faszinierenden CD überhaupt etwas zu kritisieren gibt, dann ist es die bisweilen überdominante Wirkung der Stimme (aber schließlich ist es ja auch ein Vokalalbum…). Denn Amina Alaoui taucht völlig ein in die sinnliche Begleitmusik – erhebt sich aber immer wieder aus diesem Geflecht aus Virtuosität und Stille und wirkt in solchen Passagen vielleicht eine Spur zu aufdringlich!?
Dieser persönliche Eindruck soll aber keineswegs die fabelhafte Qualität dieser CD schmälern, die vor allem für Freunde faszinierender Frauenstimmen ein Ereignis sein dürfte.

Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK, im Juni 2011

Amina Alaoui : Arco Iris
ECM 2011, Laufzeit 67 Minuten, CD € 19,90


Besetzung:
Amina Alaoui : Gesang, Daf (= Rahmentrommel) – Saifallah Ben Abderrazak :Violine – Sofiane Negra : Oud (=Laute) – José Luis Montón : Flamenco Gitarre – Eduardo Miranda : Mandoline – Idriss Agnel : Percussion.

Amina Alaoui, Arco Iris

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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hier ist unsere ECM-Liste von 2010

Liebe Musikfreunde,
im Jahr 2009 hatten wir  - anläßlich des 40jährigen Jubiläums von ECM RECORDS -
unsere Lieblings-CDs dieses Labels vorgestellt. Hier ist nun die zweite Staffel.

Wichtig war uns diesmal, Aufnahmen auszusuchen, die durch das Zusammenspiel der Musiker in völliger Übereinstimmung glänzen. So sind – außer Keith Jarretts legendärem Solokonzert in Köln – in dieser Liste ausschließlich Werke zu finden, bei denen nicht nur  hörbar musikalische Qualität sondern auch eine menschliche und zwischenmenschliche Komponente zu spüren ist. Denn schließlich hat Manfred Eicher mit seiner Firma stets auf Grenzüberschreitungen geachtet – 
hat ungewöhnliche Kombinationen zugelassen und in der ECM-typischen Klangqualität und einem kompromißlosen Coverdesign veröffentlicht.  

Wir sind sicher, daß Sie auch in dieser Liste einige spannende Titel entdecken (oder wiederentdecken) werden. 
Denn es war uns auch wichtig, CDs zu berücksichtigen, die vielleicht ein wenig in den Hintergrund getreten sind, 
die aber viel zu schade sind, um in Vergessenheit zu geraten. 
Lassen Sie sich erneut entführen in die Klangwelt von ECM!

Viel Spaß beim Hören wünscht
Ihr Shirokko-Team

 

Der 1958 in Frankreich geborene Manu Katché ist einer der derzeit interessantesten Musiker, er hat sogar eine eigene regelmäßige TV-Sendung (auf arte). 
Begonnen hat er als Schlagzeuger in den Bands von Peter Gabriel und Sting, dann wirkte er bei zahlreichen Produktionen als Studiomusiker mit. Mittlerweile ist er Mitglied von Jan Garbareks Ensemble. Mit seinem unnachahmlich lockeren Stil hat er all diesen Gruppen zu einem großartigen rhythmischen Grundgerüst verholfen.
Im Jahr 2005 veröffentlichte Katché sein erstes Soloalbum "Neighbourhood", zusammen mit Jan Garbarek und dem Marcin Wasilewski Trio. Diese CD ist eine der schönsten Jazz-CDs der letzten Jahre, unbedingt empfehlenswert. Nach dem Nachfolger "Playground" geht Katchés Solokarriere nun mit "Third Round" in die dritte Runde.

 
MANU KATCHÉ : THIRD ROUND X

Waren seine beiden ersten Solo-CDs noch von der bedächtigen Spielkunst des polnischen Trios gekennzeichnet, hat sich Katché nun eine Band zusammengestellt, 
die deutlich mehr zu Elementen des Pop neigt. Mit dabei diesmal die Norweger Tore Brunborg (Saxofon) und Jacob Young (Gitarre). Den Pianisten Jason Rebello hat Katché aus der Band von Sting übernommen, der Bassist Pino Palladino ist ein vielbeschäftigter Studiomusiker, komplettiert wird die Band durch die kesse Trompeterin und Sängerin Kami Lyle.

Zusammen mit diesem Ensemble hat Manu Katché eine sehr abwechslungsreiche CD geschaffen, die bisweilen ideal scheint für regenverhangene Sonntagnachmittage, aber auch für lichtdurchflutete Sommertage. Es gibt Musik, die an Stimmungen, an Tageszeiten, an Umgebungen gebunden scheint. Third Round jedoch ist eine CD, die man immer und überall hören kann! Sie paßt immer – ist sehr gefällig, dabei aber keineswegs beliebig. Zugegeben: hardcore-Jazz-Fans werden diese Musik vielleicht eine Spur zu "easy" empfinden!? Andererseits sind gerade solche Klänge geeignet, so manchem Hörer die Angst vor allzu anstrengendem Jazz zu nehmen.

So ist Third Round ein äußerst angenehmes Album, das als wunderschöner Background dienen kann, das aber auch bei aufmerksamem Hören jede Menge filigraner Feinheiten bietet. Achten sie auf das wundervolle Saxofonspiel von Tore Runborg; achten sie auf das perlende Klavierspiel von Jason Rebello; achten Sie auf die akustische Gitarre in Titel 10 – vor allen Dingen achten Sie aber auf das so typische stark akzentuierte Schlagwerk von Manu Katché, der sich trotz beeindruckender Spielkunst stets bescheiden im Hintergrund hält.

Wegen all dieser positiven Eigenschaften erhält diese CD von uns das Prädikat "besonders wertvoll". Ganz sicher ist diese CD eine der besten Neuerscheinungen des noch so jungen Jahres 2o1o.
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK, im März 2010

Manu Katché : Third Round
ECM Records 2010, Laufzeit 44 Minuten, € 19,90

Manu Katche, Third Round


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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ANOUAR BRAHEM : LE PAS DU CHAT NOIR X

Selten hat ein CD-Cover derart gut den musikalischen Inhalt repräsentiert. Auf dem Foto von Andre Kertesz' sieht man Männer in einem Park (den Tuileries in Paris) in einer Runde gänzlich entspannt beisammen sitzen. Sprechen sie miteinander? Schweigen sie? Erholen sie sich? Auf jeden Fall sind sie zwar weit voneinander entfernt und dennoch in Sichtweite.

So wie diese Männer offenbar Distanz und Kontakt gleichzeitig halten, so hat auch der tunesische Oud-Virtuose Anouar Brahem mit seinen Musikern eine formidable Teamleistung vollbracht - extrem lässig und dabei doch hochkonzentriert.

"Diese Musik ist auf den Tasten eines Klavier entstanden, inspiriert vom sanften Hin- und Herschwingen eines Baumes im Wind". Mit diesen Worten beschreibt Brahem die Entstehungsgeschichte dieser CD. Das ist insofern erstaunlich, als die arabische Musik eine vollkommen eigenständige Tonalität und Rhythmik besitzt, die auf dem (abendländisch geprägten) Klavier nur schwer nachzuvollziehen ist.

Doch geht schon daraus hervor, daß Brahem erneut eine Grenzüberschreitung gelungen ist. Denn auf seinen CDs hat er stets, mit wechselnden Begleitensembles, die traditionelle Musik seiner Heimat vermischt mit individueller Spielkunst und mit beeindruckender Einfühlsamkeit. Allen Werken Brahems ist die Kunst zueigen, Töne wirken zu lassen, ihnen Raum zum Ausklingen zu geben und dabei auch die Stille hörbar zu machen. In vielen Momenten wirkt Brahems Musik wie die extrem reduzierte Form eines japanischen Gedichts.

So auch in vorliegender Aufnahme, die Anouar Brahem zusammen mit dem Pianisten François Couturier und mit Jean-Louis Matinier (Akkordeon) eingespielt hat. Was diese drei Musiker an Übereinstimmung bieten, ist großartig. Hier ist kein Ton zuviel, hier spielt sich keiner in den Vordergrund, hier ist keine simple Virtuosität zu spüren – jeder Musiker hält sich in großer Gelassenheit an das Konzept, eine extrem individuelle Stimmung zu erzeugen, die sowohl den ernsten Charakter arabischer Tradition in sich birgt, aber auch durch die perlenden Klavierklänge eine deutlich jazzige Note bekommt.
So ist diese CD auf positive Weise beruhigend und dennoch anregend – unbedingte Kaufempfehlung!

Anouar Brahem : Le pas du chat noir
ECM Records 2002, Laufzeit 70 Minuten, € 19,90

Anouar Brahem, Le pas du chat noir
Anouar Brahem : Le pas du chat noir

 

 

 

 

 

 

 

 

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ANOUAR BRAHEM : LE VOYAGE DE SAHAR X

Die Musik zu seinem Album "Le pas du chat noir" hatte der tunesische Lautenspieler Anouar Brahem auf dem Klavier (!) komponiert, inspiriert von den leicht im Wind schwingenden Blättern eines Baumes.

Wie es scheint, hat dieser Baum bei Brahems Werk Le Voyage de Sahar diesmal keine Blätter getragen, denn den Kompositionen des neuen Albums fehlt die spielerische Leichtigkeit, die so selbstverständlich wirkende Eleganz. Stattdessen wirkt die CD eher statisch und langsam. Weil weder die arabische Laute "oud" noch die Begleiteinstrumente Akkordeon und Klavier einen "tragenden" Sound beisteuern können, wirkt diese Aufnahme über weite Strecken äußerst trocken und spröde. 
Sie lebt allerdings von der ungeheuren Virtuosität der Musiker, die traumwandlerisch sicher zusammenspielen.

Deshalb ist auch diese CD von Anouar Brahem ein weiteres Beispiel für die enorme Intensität arabischer Musik - eine unbedingte Empfehlung für Freunde anspruchsvoller Instrumentalmusik.

Anouar Brahem : Le Voyage de Sahar
ECM 2006, Laufzeit 63 Minuten; CD € 19,90

Brahem, Voyage de Sahar
Anouar Brahem : 
Le Voyage de Sahar

 

 

 

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KEITH JARRETT : THE KÖLN CONCERT X

Diese Aufnahme hat nicht nur den legendären Ruf von Keith Jarretts Soloauftritten begründet, sie ist auch mit ca. 3 ½ Millionen verkauften Tonträgern die mit Abstand erfolgreichste CD des Labels ECM und hat nicht nur zum Ruhm der Firma sondern ganz sicher auch zu deren finanziellem Erfolg beigetragen. Das Köln Concert ist auch eine der wichtigsten Aufnahmen der Jazzgeschichte, vergleichbar etwa mit Miles Davis' Kind Of Blue. Eigentlich gehört das Köln Concert zur Grundausstattung jeder CD-Sammlung. Insofern ist es müßig, diese CD hier noch vorzustellen.
Es gäbe schließlich auch Alternativen, wie zum Beispiel das ekstatische Konzert in Bregenz 1982 (CD: Concerts) oder das in seiner abgeklärten Reduziertheit und Ernsthaftigkeit faszinierende Vienna Concert.

Weil aber allein die ersten zehn Minuten des Köln Concerts, in denen Keith Jarrett das Grundthema umkreist, aufnimmt, wieder verwirft, um dann schließlich in spürbarer Körperlichkeit energetisch auszubrechen, derartig beeindruckend sind, wollen wir Ihnen diese CD erneut ans Herz legen.
Wer weiß, vielleicht besitzen Sie die CD ja noch gar nicht???

Keith Jarrett : The Köln Concert
ECM Records 1975, Laufzeit 66 Minuten, € 19,90

Keith Jarrett, Köln Concert
Keith Jarrett : Köln Concert

 

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ZAKIR HUSSAIN : MAKING MUSIC X

Diese Aufnahme ist ein seltener Glücksfall, denn die beiden indischen Musiker Zakir Hussain (Tabla) und Hariprasad Chaurasia (Bambusflöte) vollbringen zusammen mit John McLaughlin (Gitarre) und Jan Garbarek (Saxofon) eine überzeugende Vermischung zweier Musikkulturen.

Die nordindische Musik ist gekennzeichnet von totaler Übereinstimmung (= auf den gleichen Ton gestimmt sein) der Musiker. Diesem Gebot fügen sich Jan Garbarek und John McLaughlin auf faszinierende Weise.

So gelingt McLaughlin im Titelthema das Kunststück, die typische Spielweise einer Sitar nachzuahmen und dabei auch eigene improvisatorische Elemente einzubauen. Doch auch in den äußerst entspannten, in sich ruhenden Kompositionen, die melodisch höchst anspruchsvoll und bisweilen rhythmisch ausgesprochen vertrackt sind, vermag das Ensemble (in wechselnder Zusammenstellung) voll zu überzeugen.

Ein Meilenstein der Musik, der viele gescheiterte Versuche sogenannter "Weltmusik" vollkommen ad absurdum führt.

Zakir Hussain : Making Music
ECM Records 1987, Laufzeit 49 Minuten, € 19,90

Zakir Hussain, Making Music
Zakir Hussain : Making Music

 

ELENI KARAINDROU : ELEGY OF THE UPROOTING X

Weil Eleni Karaindrou obligatorisch die Soundtracks zu Filmen ihres Landsmanns Theo Angelopoulos komponiert, wird sie oft als Filmmusik-Komponistin bezeichnet und damit unterschätzt. Denn dieses Urteil greift entschieden zu kurz, wie vorliegende Aufnahme beweist. Karaindrous Kompositionen, die ohnehin schon von großer Ausgeglichenheit und souveräner Entspanntheit gekennzeichnet sin, erhalten in den Arrangements für Chor und Orchester noch mehr musikalische und emotionale Tiefe.
In das Grundkonzept "Flucht und Verlust der Heimat" fügen sich die kurzen Sequenzen, die verschiedenste Gefühlszustände ausdrücken, vollkommen ein. Egal ob sehnsuchtsvoll oder dramatisch, elegisch oder hoffnungsfroh – diese Musik ist stets von ungeheurer Ausdruckskraft und dabei gleichzeitig von spürbarer Intimität durchzogen. In diesem Gebilde von positiver Melancholie und Nachdenklichkeit ist die wunderbare Stimme von Maria Farantouri ein weiteres Highlight. Das ist große Musik, um nicht zu sagen "großes Kino", und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur zeitgenössischen Klassik.

Eleni Karaindrou : Elegy Of The Uprooting
ECM Records 2005, Laufzeit 93 Minuten, 2 CDs € 30,00

Eleni Karaindrou, Elegy Of The Uprooting
Eleni Karaindrou : 
Elegy Of The Uprooting

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JAN GARBAREK : IN PRAISE OF DREAMS X

Neben Keith Jarrett ist Jan Garbarek sicherlich der renommierteste Künstler von ECM Records, was sich in einer Vielzahl von Aufnahmen und Gastauftritten manifestiert.

Vorliegende CD hat Garbarek mit der armenischen Bratschistin Kim Kashkashian und dem Schlagzeuger Manu Katché eingespielt. Schon die Besetzung zeigt: ein außergewöhnliches Werk. Denn das expressive Saxofonspiel Garbareks kontrastiert mit den intimen Viola-Klängen und den elektronischen Sounds, die Katché beisteuert. Auf diese Weise ist Garbareks vielleicht innovativstes Werk entstanden – auf jeden Fall eines, das zeitgemäß moderne Klänge einbindet und damit für ein ganz eigenes Hörerlebnis sorgt. Allein der Titelsong, eine von Garbareks schönsten Kompositionen, beweist dies. Gegen Ende der CD verfällt Garbarek zwar wieder in die typisch nordischen "naturbeschreibenden" Klänge. Das tut aber dem Gesamteindruck keinen Abbruch – einer äußerst gelungenen Konfrontation von klassischem Jazz mit der Moderne.

Jan Garbarek : In Praise Of Dreams
ECM Records 2004, Laufzeit 52 Minuten , € 19,90

Jan Garbarek, In Praise Of Dreams
Jan Garbarek : In Praise Of Dreams

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LECHNER & TSABROPOULOS : MELOS X

Nach ihren wundervollen Gurdjieff-Interpretationen legen Anja Lechner (Cello) und Vassilis Tsabropoulos (Klavier) ein weiteres großartiges Album vor. Denn hier haben sich nicht nur zwei Musiker in vollkommener Übereinstimmung getroffen – die Kombination von Cello und Klavier ist auch von großem Reiz und emotionaler Tiefe.

Tsabropoulos glänzt mit lupenreinem Anschlag und lyrisch-zartem Spiel, seine Kompositionen sind kompakt und lassen der Phantasie des Hörers Freiraum. Kongeniale Begleiterin ist Anja Lechner, die erneut beweist, daß das Cello eines der ausdrucksstärksten Instrumente ist. So kontrastieren die strengen Klangflächen optimal mit den perlenden Läufen des Piano. Ein vielschichtiges und tief wirkendes Klangerlebnis.




Lechner & Tsabropoulos : Melos
ECM Records 2008, Laufzeit 64 Minuten , € 19,90

Lechner & Tsabropoulos, Melos
Lechner & Tsabropoulos : Melos

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DINO SALUZZI : CITÉ DE LA MUSIQUE X

Das Bandoneón ist das typische Instrument des Tango, mit unverkennbarem Klang und von großer Ausdruckskraft geprägt. Daß der Tango Argentino ist weit mehr als bloße "Folklore" ist, hat unter anderem Astor Piazzolla bewiesen, dessen Werke hohe kompositorische Qualität besitzen.

Der argentinische Bandoneón-Spieler Dino Saluzzi wandelt hörbar auf Piazzollas Spuren, doch ist seine Musik auch durchzogen von ganz intimer, intensiver Spielweise, die melancholisch aber auch enorm lebensbejahend ist. Zusammen mit den Gitarrenklängen, die Saluzzis Sohn José beiträgt und der subtilen Begleitung des Jazz-Bassisten Marc Johnson ergibt sich ein wunderbares Hörerlebnis voller Nachdenklichkeit und Verträumtheit. Nicht immer leicht zu hören, weil teilweise von "trockenem", "sprödem" Klang, aber stets beeindruckend intensiv und individuell.

Dino Saluzzi : Cité de la Musique
ECM Records 1997, Laufzeit 60 Minuten, € 19,90

Dino Saluzzi, Cité de la Musique
Dino Saluzzi : Cité de la Musique

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JAN GARBAREK & hilliard ensemble : OFFICIUM X

Die fünfhundertfünfundzwanzigste ECM-CD ist gleichzeitig auch eine der ungewöhnlichsten und erfolgreichsten. Sakrale Gesänge, begleitet mit Saxofon – solche Klänge hatte man bis dahin kaum gehört.

Das Hilliard Ensemble präsentiert Gesänge von Cristobal de Morales, Perotin u.a. in gewohnt beeindruckender Kunst. Dazu das bisweilend schneidende, meist aber sanft untermalende Saxofon Jan Garbareks – eine glückliche Fügung. Denn mit "Officium" ist dem Label ECM ein weiterer großer Erfolg gelungen; und die Musikwelt ist um eine weitere wichtige Facette reicher, die die Hörgewohnheiten vieler Musikliebhaber erweitert hat.


Jan Garbarek & Hilliard Ensemble : Officium
ECM Records 1994, Laufzeit 77 Minuten, € 19,90

Garbarek, Officium
Jan Garbarek : Officium

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ARILD ANDERSEN : SAGN X

Viele ECM-CDs zeichnen sich durch ungewöhnliche Kombinationen und Grenzüberschreitungen aus. Eine solche ist auch Arild Andersen's Sagn, die schon vor zwanzig Jahren erschienen ist und der man durchaus mehr Aufmerksamkeit und Erfolg gewünscht hätte. Denn die wunderbare Stimme von Kirsten Bråten Berg, die norwegische Volkslieder singt, wird kontrastiert von schwebenden Keyboard-Klängen und ungewöhnlicher Instrumentierung. So klingt diese CD manchmal wie eine Folklore-Aufnahme, in den rhythmischen Passagen werden aber auch Anklänge an Jazz-Rock à la Joe Zawinuls Weather Report deutlich. 
Ein sehr interessantes Werk – zumal mit dem Song "Laurdagskveld" meine absolute Lieblingsnummer für regenverhangene Samstagnachmittage enthalten ist. Hören Sie diesen Song und stellen Sie sich dabei vor, in einer Kemenate (an der Nordsee?) zu sitzen, den Regentropfen zuzusehen, die an der Fensterscheibe entlang laufen. Sie werden fasziniert sein!

Arild Andersen : Sagn
ECM 1990, Laufzeit 67 Minuten , € 19,90


Besetzung :
Arild Andersen (b), Bendik Hofseth (sax), Frode Alnaes (g), Bugge Wesseltoft (keyb), Nana Vasconcelos (perc), Kirsten Bråten Berg (voc).

Arild Andersen, Sagn
Arild Andersen : Sagn

 

und hier ist unsere Auswahl Best Of ECM aus dem Jahre 2009....

 

Ganz ohne Zweifel ist Manfred Eichers Label ECM Records 
die weltweit beste Adresse für zeitgenössischen Jazz und außergewöhnliche Klassik, darunter sehr viele grenzüberschreitende Werke.

Bei ECM finden sich nicht nur weltbekannte Musiker, die konsequente Klangphilosophie und die ebenso kompromißlose Covergestaltung haben 
eine unverwechselbare Ästhetik erzeugt.

Wir geben zu: manche der ECM-Aufnahmen sind uns persönlich zu kopflastig. Doch in mittlerweile 
über eintausend Veröffentlichungen finden sich natürlich massenhaft herausragende Aufnahmen. 
Unsere Liste ließe sich deshalb beliebig erweitern – aus Platzgründen mußten wir einige erstklassige 
Werke leider unerwähnt lassen. Selbstverständlich finden Sie diese CDs in unserem Laden.

Lassen Sie sich entführen in die Klangwelt von ECM!

Gerhard Rühl und das SHIROKKO-Team, im Oktober 2009

Anmerkung: die Jahreszahlen geben das Jahr des Erscheinens an, nicht das der Aufnahme. 
(Bei ECM liegen zwischen diesen Daten oft mehrere Jahre, was auf eine sorgfältige Veröffentlichungsstrategie hindeutet).
Zusammenstellung: Silvia Rühl, Julia Brützel, Gerhard Rühl.
Text und Gestaltung : Gerhard Rühl. Sämtliche Texte sind garantiert subjektiv.Stand: 12. Oktober 2009

Laden Sie hier unsere Liste als pdf-Dokument!

 

ANOUAR BRAHEM : 
THE ASTOUNDING EYES OF RITA
 

Der tunesische Lautenvirtuose Anouar Brahem sagte einst: "Wenn sich die 
Tradition nicht immer wieder selbst erneuert, trocknet sie aus und stirbt ab".
Entsprechend finden sich in seiner Musik zwar immer Anklänge an seine arabische Heimat, doch hat Brahem immer wieder die Brücke geschlagen zu neueren musikalischen Trends, vor allem dem kammermusikalischen Jazz.

Nach den etwas spröden Klängen von "Le Voyage de Sahar" ist Brahem auch wieder zurückgekehrt zu Musik voller süßer Versuchung, voller melodischer Vielfalt, voller positiver Melancholie. Begleitet wird Anouar Brahem diesmal von Klaus Gesing (Bassklarinette), Björn Meyer (Bass) und vom libanesischen Percussionisten Khaled Yassine. Zusammen mit seinem neuen Ensemble ist Brahem ein Meisterwerk geglückt. Egal ob in den traumhaft schönen lyrischen Passagen, deren innere Ruhe an Brahems Erstlingswerk "Barzakh" erinnert oder in den rhythmischen Titeln, bei denen die Band gelegentlich richtig ins "Grooven" kommt: diese CD kann in jeder Sekunde begeistern.

Schön auch, daß Brahem weder auf modale Eigenheiten der arabischen Musik noch auf typische Vierteltöne verzichtet, geschweige denn auf vertrackte Rhythmen. Denn damit schließt Brahem den Kreis zwischen verschiedenen Musikrichtungen und macht diese CD zu einem Hörgenuß, egal aus welcher musikalischen Ecke der Hörer kommt.

Was ist das eigentlich für eine Art von Musik? Es ist keine Weltmusik, kein Jazz, keine Kammermusik – eher eine Mischung aus all diesen Kategorien. Nennen wir es doch einfach nur "Musik", Musik mit einem hohen individuellen Charakter und mit Spielkunst auf allerhöchstem Niveau.

Egal welche Musikrichtung Sie persönlich bevorzugen – Anouar Brahems CD wird Sie begeistern, da sind wir uns ziemlich sicher. Denn in diese Klangwelt kann man sich richtig „hineinfallen" lassen, kann sich faszinieren lassen von den ausgesprochen beruhigenden und dennoch anregenden Klängen. Wollen wir wetten?
Gerhard Rühl, 25. September 2009


Anouar Brahem : The Astounding Eyes Of Rita
ECM 2009, Laufzeit 53:31, CD EUR 19,90


Weitere ausgewählte Werke von Anouar Brahem:
Barzakh (1991), Conte de l’incroyable amour (1992), Astrakan Café (2000), Le pas du chat noir (2002), Le Voyage de Sahar (2006)

Brahem, The Astounding Eyes Of Rita 
Anouar Brahem : 
The Astounding Eyes Of Rita




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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MANU KATCHE : NEIGHBOURHOOD X

Der in Frankreich geborene Manu Katché ist einer der herausragenden Schlagzeuger unserer Zeit. In den Bands von Sting und Peter Gabriel sorgte er mit seinem unnachahmlich lockeren Stil für einen genialen rhythmischen Background. 
Mittlerweile spielt Katché regelmäßig in der Band von Jan Garbarek. 

Nun legt Manu Katché eine CD mit Eigenkompositionen vor. Dabei stellt sich natürlich sofort die Frage: Kann ein Schlagzeuger wirklich Songs schreiben? (viele Kollegen vor ihm sind genau daran kläglich gescheitert). 
Doch die Frage tritt sofort in den Hintergrund, denn Katché hat sich ein erstklassiges Team ins Studio geholt, das für großartige Musik garantiert:  unter anderem der legendäre Saxofonist Jan Garbarek und der Trompeter Tomasz Stanko
Die eigentliche Sensation ist jedoch der polnische Pianist Marcin Wasilewski.
Was dieser Mann an Einfühlungsvermögen und Klangreichtum bietet, ist phänomenal.

  Zu erwähnen ist auch, daß sich Manu Katché vollkommen in den Hintergrund stellt (wie es sich für einen Drummer ja auch gehört!?). Nur ganz selten blitzen seine lockeren Läufe auf, ansonsten ist die Musik melodisch wie rhythmisch von äußerster Zartheit.
Ergebnis ist eine wundervoll zu hörende Jazz-CD, unsere "Jazz-CD des Jahres 2005" 
und seitdem bei uns ein absoluter Bestseller...

Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK

Manu Katché : Neighbourhood
ECM 2005, Laufzeit 55 Minuten, CD € 19,90

Katche, Neighbourhood
Manu Katché : Neighbourhood

 

 

 

 

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eLENI KARAINDROU : ETERNITY AND A DAY X

Seit vielen Jahren ist die Griechin Eleni Karaindrou „Haus-und-Hof-Komponistin" des Regisseurs Theo Angelopoulos. Denn sie versteht es meisterhaft, die monochromen und bedächtig wirkenden Bilder seiner Filme kongenial mit Musik zu unterlegen. Dabei ist diese Musik auch ohne die visuellen Eindrücke von großer Schönheit und beinahe magischer Anziehungskraft. Meist handelt es sich um ein Grundthema, das in verschiedenen Variationen und Instrumentierungen wiederholt wird und dadurch eine fast trancehafte Wirkung entfaltet. Eleni Karaindrous Werke sind mehr als bloße Soundtracks – durch ihre kompositorische Qualität sind sie durchaus zur zeitgenössischen Klassik zu zählen.

Die Musik zum Film Eternity And A Day (Die Ewigkeit und ein Tag, u.a. mit Bruno Ganz) zählt zu den gelungensten Werken von Eleni Karaindrou.
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK

Eleni Karaindrou : Eternity And A Day
ECM 1999, Laufzeit 46 Minuten, CD € 19,90

Weitere Werke von Eleni Karaindrou:
Music For Films (1991), The Suspended Step Of The Stork (1992), 
Ulysses’ Gaze (1996), Trojan Women (2002), The Weeping Meadow (2004), Elegy Of The Uprooting (2006, live), Dust of Time (2009)

Karaindrou, Eternity And A Day
Eleni Karaindrou : Eternity And A Day

 

 

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LECHNER & TSABROPOULOS : 
GURDJEFF - CHANTS, HYMNS
AND DANCES
X

Mit der Münchner Cellistin Anja Lechner und dem griechischen Pianisten 
Vassilis
Tsabropoulos hat sich ein otpimales Duo zusammengefunden. 
Denn die beiden verbinden die intensiven Klänge des Cello und verhaltene Klavierklänge in beeindruckend harmonischem Spiel zu einem ganz besonderen Erlebnis. Nicht nur die hörbare Spielkunst der beiden ist faszinierend, sondern vor allem die völlige Übereinstimmung im Zusammenspiel, die Musik auf allerhöchster Ebene hervorruft.

Auf vorliegender Aufnahme haben die beiden vorwiegend Kompositionen des armenischen Philosophen Georges I. Gurdjieff berücksichtigt, deren geistiger Tiefe sie durch ihr inspiriertes Spiel die angemessene Würde zuteil kommen lassen.
Ein in jeder Hinsicht wunderschönes Album!
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK

Lechner & Tsabropoulos : Gurdjeff - Chants, Hymns And Dances
ECM 2004, Laufzeit 72 Minuten,  CD € 19,90

außerdem von Lechner & Tsabropoulos erschienen: Melos (2008)
sowie die fabelhafte Solo-CD von Vassilis Tsabropoulos: Akroasis (2003)

Lechner&Tsabropoulos, Gurdjieff
Lechner & Tsabropoulos : 
Gurdjieff, Chants...


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TORD GUSTAVSEN TRIO : CHANGING PLACES X

Sitzen Sie gerne abends oder nachts an einer Bar? 
Hören Sie dabei gerne entspannte Klavierklänge? 
Haben Sie sich schon über die recht oft banale Musik geärgert, die Ihnen dabei geboten wird? Dann könnten wir Abhilfe schaffen!
Denn so könnte die optimale Barmusik klingen: Der skandinavische Pianist Tord Gustavsen und sein Trio haben eine absolut homogen wirkende CD aufgenommen, 
die in ihrer sanftmütigen Wirkung derart schön zu hören ist, daß man sich augenblicklich an einen Tresen wünscht (mit dem passenden Getränk).

Doch auch Abstinenzler werden zugeben : diese Klaviermusik zählt zum angenehmsten, was in diesem Genre in den letzten Jahren erschienen ist.

Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK

Tord Gustavsen Trio : Changing Places
ECM 2003, Laufzeit 66 Minuten, CD € 19,90

Gustavsen, Changing Places

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KEITH JARRETT : 
THE MELODY AT NIGHT, with you
X

Kein anderer Jazzmusiker hat in den letzten Jahrzehnten derart für Aufsehen gesorgt – und mit seinen Liveauftritten derart polarisiert wie Keith Jarrett. Legendär vor allem seine Aufnahmen der 70er und 80er Jahre, bei denen er mit beeindruckender Technik und spürbar körperlichem Einsatz eine ganz eigene Erzählkunst entwickelte, in der er förmlich „durch sein Instrument sprach".

Nach einigen Ausflügen in die klassische Musik hat Jarrett in den letzten Jahren vornehmlich Interpretationen von Jazz-Standards präsentiert.

Aus dem schier unüberblickbaren Werk von Keith Jarrett haben wir eine Aufnahme ausgewählt, die er nach überstandener schwerer Krankheit zuhause aufgenommen hat. Intimer und ausgeglichener hat Jarrett wohl nie geklungen, die fast meditativen Klavierklänge zeugen von intensiver Nachdenklichkeit.

Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK

Keith Jarrett : The Melody At Night With You
ECM 1999, Laufzeit 55 Minuten, CD €  19,90

Weitere Werke von Keith Jarrett (eine Auswahl):
Bremen Lausanne (1973), Köln Concert (1975), My Song (1984), 
Bregenz Concerts (1985), Changeless (1989), Vienna Concert (1992), Testament (2009)

Jarrett, The Melody At Night With You
Keith Jarrett : 
The Melody At Night, With You

 

 

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jan garbareK : twelve moons X

Diese CD war die fünfhundertste (!) Veröffentlichung des Labels – und sie ist nach wie vor eine der allerbesten. Denn Jan Garbarek (neben Keith Jarrett der wohl bedeutendste ECM-Interpret), wurde hier begleitet von Eberhard Weber, Rainer Brüninghaus, Manu Katché, Marilyn Mazur, dazu sind die skandinavischen Sängerinnen Agnes Buen Garnas und Mari Boine zu hören. Schon daraus geht hervor, daß Garbarek hier eine Brücke zwischen zeitgenössischem Jazz und den typischen naturbeschreibenden Klängen des Nordens gelungen ist.
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK

Jan Garbarek : Twelve Moons
ECM 1993, Laufzeit 75 Minuten, CD € 19,90

Weitere Werke von Jan Garbarek (eine Auswahl):
Legend Of Seven Dreams (1988), Ragas & Sagas (1992), Officium (1994), Visible World (1996), In Praise Of Dreams (2004), Dresden (2009, live).

Garbarek, Twelve Moons
Jan Garbarek : Twelve Moons

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STEFANO BOLLANI : STONE IN THE WATER X

Zusammen mit dem Bassisten Jesper Bodilsen und Morten Lund (Schlagzeug) hat 
der Pianist Stefano Bollani hier sein bislang stärkstes Werk eingespielt.

Die bedächtig verhaltene, für ECM-Verhältnisse extrem gedämpft wirkende Klaviermusik läßt unwillkürlich von romantischen Abenden (zu Hause - oder vielleicht auch an einer Bar?) denken. Sie bietet sich als entspannender und dennoch gehaltvoller Background direkt an und ist eine echte Alternative zu den CDs des Tord Gustavsen Trios.

Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK

Stefano Bollani : Stone In The Water
ECM 2009, Laufzeit 61 Minuten, CD € 19,90

Bollani, Stone In The Water
Stefano Bollani : Stone In The Water

 

MARCIN WASILEWSKI TRIO X

Der polnische Pianist Marcin Wasilewski ist Ihnen vielleicht als Begleiter von 
Manu Katché
ein Begriff?
Zusammen mit seinen Landsleuten hat Wasilewski eine betörend schöne CD aufgenommen, die leider etwas unterbewertet wurde, aber dennoch großartig ist – vor allem zu empfehlen für Freunde von ruhigem kammermusikalischem Jazz, der sich auch als anspruchsvolle Backgroundmusik eignet.

Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK

Marcin Wasilewski Trio
ECM 2005, Laufzeit 63 Minuten, CD € 19,90

Marcin Wasilewski Trio
Marcin Wasilewski Trio

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ARVO PÄRT : ALINA X

Aus der ECM-hauseigenen Klassik-Linie „New Series" ist vor allem der estnische Komponist Arvo Pärt herauszuheben, der mit seinen oft sakral angehauchten Werken einer der wichtigsten Protagonisten zeitgenössischer Klassik ist.

Auf dieser CD ist Pärts musikalisches Vexierspiel „Mirror In The Mirror" gleich in drei verschiedenen Versionen zu hören, dazu zwei Variationen des Titelstücks Alina.

Arvo Pärt : Alina
ECM 1999, CD EUR 19,90

Weitere Werke von Arvo Pärt (eine Auswahl):
Tabula Rasa (1985), Passio (1988), Miserere (1991).


Arvo Pärt : Alina

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