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Letzte
Bearbeitung : Freitag, 02. Dezember 2011
| Üblicherweise
haben ECM-Produktionen einen sehr langen Vorlauf, zwischen
Aufnahme und Veröffentlichung vergeht oft lange Zeit. Umso
erfreulicher, daß Manfred Eicher und ECM Records uns Keith
Jarretts neue CD schon ein halbes Jahr nach der Aufnahme auf den
vorweihnachtlichen Gabentisch legen. Offensichtlich wollten sie
ein solches Juwel nicht länger im Schatzkästchen
aufbewahren… |
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| KEITH
JARRETT : RIO |
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"Alles
was ich in Rio gespielt habe, ist improvisiert, nicht
wiederholbar, nicht in einem anderen Land, einem anderen Saal,
mit einem anderen Publikum, in einer anderen Nacht".
So
beschreibt Keith Jarrett
sein Solokonzert im wundervollen Theatro Municipal Rio de
Janeiro. Man glaubt ihm jedes Wort, wenn man die CD hört.
Denn sie dokumentiert eine Sternstunde.
Kurz vor seinem 66. Geburtstag erwies sich der legendäre
Pianist topfit, körperlich
und wohl auch mental in hervorragender Verfassung (sicherlich
eine Voraussetzung für eine derartige musikalische Höchstleistung).
Um dies schon zu Beginn des Konzerts zu demonstrieren, geht
Jarrett gleich aufs Ganze, lotet seine eigenen Möglichkeiten
und die des Flügels aus, fast scheint es, als wolle er das
Instrument auf sein Spiel einschwören. Solch freie
Improvisationen sind live sehr eindrucksvoll - ohne den
visuellen Eindruck können sie bisweilen etwas anstrengend sein.
Doch lassen Sie sich vom stürmischen Beginn nicht abschrecken!
Jarrett nimmt sich alsbald deutlich zurück und
präsentiert zunächst sehr abwechslungsreiche Titel, wie ein
Koch der die Zutaten für ein wohlschmeckendes Menü
vorbereitet.
Er nennt diese Titel "parts" - der Ausdruck
"Kapitel" scheint mir angemessener, denn das ganze
Konzert hat eine logische und geschickte Dramaturgie. Insofern
ist auch die Introduktion für die Weiterführung äußerst
wichtig.
Ab Kapitel 6, nachdem Jarrett die musikalischen Grenzen seines
Auftritts festgelegt hat, entwickelt sich eine
eindrucksvolle Abfolge musikalischer Köstlichkeiten. Äußerst
lyrische Stücke wechseln sich ab mit jazzigen Grooves, Jarrett formt
kernige rhythmische Akzente über die er perlende Kaskaden legt.
Im Unterschied zu früheren Soloaufnahmen, wo er oft in langen
Exkursen seine Motive herausarbeitete, sind seine Stücke nun
sehr kompakt, ausgereift, als seien sie nicht im Moment
entstanden sondern durchkomponiert, mit melodischen
Songstrukturen, mit Anfang und Ende.
Schließlich gibt er dem 90minütigen Konzert einen würdigen
Abschluß, dem nichts mehr hinzuzufügen ist. Lediglich das
Atemholen im Bewußtsein, einem Glücksmoment beigewohnt zu
haben.
Sie spüren schon, liebe Musikfreunde, ich bin restlos
begeistert, könnte noch lange von den einzelnen Titeln
schwärmen. Hören Sie beispielsweise den mitreißend
rhythmischen Titel 6, das so verträumte Kapitel 7 oder das
unglaublich schöne Kapitel 13, in dem für einen kurzen Moment
ein Motiv des Köln
Concerts aufblitzt. Sie werden feststellen: das ist der
beste Jarrett, den es seit langer langer Zeit gegeben hat.
Es sind aber nicht so sehr die einzelnen Titel die dieses
Konzert zu einem ganz besonderen machen. Es ist die Abfolge der
Titel, die den Zuhörer förmlich hineinzieht in eine intensive
musikalische Gefühlswelt, aus der man nur sehr schwer
entfliehen kann. Der tosende Applaus des Publikums am Ende
jedes Stücks beweist dies eindrücklich.
Keith Jarretts Solokonzerte in Bremen, Köln, Wien, Tokio, Paris
etc. waren immer legendär. Das 1975 aufgenommene Köln
Concert ist völlig zurecht die mit 3 ½ Millionen wohl
meistverkaufte Jazz-Aufnahme aller Zeiten. Aber es muß für
einen Musiker mit einem derartig vielseitigen Schaffen auch
belastend sein, ein halbes Künstlerleben lang an einer einzigen
Aufnahme gemessen zu werden.
Von dieser "Last"
hat sich Jarrett endgültig befreit. Künftig wird er (wie
viele andere Pianisten) gemessen werden am denkwürdigen Konzert in
Rio de Janeiro.
Das behaupte ich ganz einfach.
Gerhard
Rühl, SHIROKKO MUSIK, November 2011
Keith
Jarrett : RIO
ECM Records 2011, Laufzeit 90 Minuten, 2 CDs € 25,00
Einige
Hörbeispiele finden Sie hier:
http://player.ecmrecords.com/jarrett-rio/media
Ein
kurzes Video – mit Statements berühmter Kollegen – finden
Sie hier: http://www.jazzecho.de/keith-jarrett?gclid=CNvvncCxm6wCFUKIDgodKnPA-g |

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CD
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| sounds
and silence |
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Unterwegs
mit Manfred Eicher
Ein Film von Peter Guyer und Norbert Wiedmer
Manfred Eicher ,
Chef des Münchner Labels ECM, ist nicht nur der
derzeit wohl bedeutendste Produzent zeitgenössischer Musik,
er ist auch eine ebenso erstaunliche wie unverwechselbare Persönlichkeit.
Seit nunmehr über 40 Jahren
verfolgt er mit seinen Veröffentlichungen einer ganz eigenen
Philosophie und Ästhetik. Egal ob Jazziges, Klassisches oder
Grenzüber -
schreitendes
– in den Händen von Manfred Eicher wird jede Aufnahme zum
Ereignis, auch in klangtechnischer Hinsicht.
Ein Schweizer Filmteam hat, ganz
der ECM-Ästhetik folgend, einen Film gedreht, der Musikfilm
und Roadmovie, Dokumentation und Hommage zugleich ist.
Er zeigt Manfred Eicher in seinem Element.
In der Firma, unterwegs, vor allem aber im Studio.
Denn dort vermag Eicher seine Leidenschaft voll auszuleben:
das Verbinden von Klang und Stille. Es scheint, als höre er
mit den Augen und sehe mit den Ohren. Stets läßt er den
Musikern Zeit und Raum, ihre Musik klingen und ausklingen zu
lassen, die Töne förmlich schweben zu lassen. Nicht umsonst
ist das ECM-Motto "the most beautiful sound next to
silence".
Wenn man diese 90minütige
Dokumentation betrachtet, wird man ganz spontan hingezogen zu
dieser ganz eigenen Welt des Klangs. Selbst ECM-Kenner dürften
da noch einige Entdeckungen machen. Egal ob sakrale Chöre von
Arvo Pärt, sehnsuchtsvolle Orchestermusik von Eleni
Karaindrou, arabische Lautenmusik von Anouar Brahem
oder die ganz eigene jazzige Spielweise von Nik Bärtsch
– all diese Musik besitzt eine ungeheure Faszination. Ganz
zu schweigen von den Persönlichkeiten herausragender Musiker.
Wenn der manchmal etwas entrückt wirkende Arvo Pärt mit
Manfred Eicher ein Tänzchen wagt, spürt man: der ECM-Chef
ist auch Partner, er ist Gelehrter und Lernender zugleich. Er
ist unbeirrbar in seinem eigenen Qualitätsanspruch, dennoch
aber stets bereit, neue Wege zu beschreiten.
Nur so kann Neues entstehen und Bestehendes dennoch gepflegt
werden. Insofern ist der Film Sounds And Silence auch
ein Lehrstück für all jene, die in irgendeiner Weise mit künstlerischem
Schaffen zu tun haben.
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK, August 2011
Der Film:
Sounds And Silence
Unterwegs
mit Manfred Eicher - ein Film von Peter Guyer & Norbert
Wiedmer
GoodMovies 2011, Laufzeit
87 Minuten, DVD € 18,00, BluRay € 22,00
Die Musik:
Sounds And Silence
ECM 2011, Laufzeit 76 Minuten, CD € 18,00
Tracklisting:
Keith Jarrett : Reading Of Sacred Books – von CD: Sacred
Hymns
Arvo Pärt : Für Lennart In Memoriam – von CD: In Principio
Rolf Lislevand : Arpeggiata Addio – von CD : Nuove Musiche
Nik Bärtsch : Modul 42 – von CD: Holon
Anouar Brahem : Sur le fleuve – von CD: Le Voyage de Sahar
Marilyn Mazur : Creature Walk – von CD: Elixir
Dino Saluzzi & Anja Lechner : Tango a mi padre – von CD Ojos
Negros
Eleni Karaindrou : Farewell Theme – von CD: Elegy Of The
Uprooting
Eleni Karaindrou : To Vals To Gamou –
Dino Saluzzi & Anja Lechner : Ojos Negros – von CD: Ojos
Negros
Gianluigi Trovesi : Cosi Tosca – von CD: Profumo di Violetta
Keith Jarrett : Reading Of Sacred Books – von CD: Sacred Hymns
Arvo Pärt : Da pacem domine – von CD: In Principio
Besuchen Sie auch die
Website www.soundsandsilence.ch
!!!
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Sounds And Silence DVD
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Sounds And Silence - CD
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| WASILEWSKI
TRIO : faithful |
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Üblicherweise sind ECM-CDs von
innerer Ruhe und Bedächtigkeit gekennzeichnet – nicht umsonst
lautet das Motto des Labels "the most beautiful sounds next
to silence".
Doch selbst wenn man, wie ich, Fan
von sentimentalen und ruhigen Klängen ist, tut manchmal ein
wenig Schwung gut. Da kommt diese CD des polnischen Pianisten Marcin
Wasilewski und seines Trios gerade recht. Denn nach den betörend
zarten und schönen Klavierklängen, die Wasilewski z.B. bei Manu
Katchés CD Neighbourhood beisteuerte, greift er
diesmal deutlich heftiger in die Tasten. Ergebnis ist eine großartig
dahinfließende CD, die außer Eigenkompositionen auch Werke von
Ornette Coleman, Paul Bley und sogar Hanns Eisler präsentiert.
Stärkste Stücke sind, meiner Meinung nach, der gefühlvoll
melodische "Song For Swirek" und das schwärmerische
"Ballad Of The Sad Young Men".
Da zeichnet sich ein neuer
Bestseller in den SHIROKKO – Top Ten ab!?
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK, April 2011
Wasilewski Trio : Faithful
ECM 2011, Laufzeit 72 Minuten, CD € 19,90
Besetzung: Marcin Wasilewski (Piano), Slawomir Kurkiewicz
(Bass)
und Michal Miskiewicz (Schlagzeug).
Sehen Sie Marcin Wasilewski live mit seiner Version von
Prince's Diamonds And Pearls:
http://www.youtube.com/watch?v=kNCzrUBt1CA&feature=related |

Wasilewski Trio : Faithful
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| ANAt
fort trio : and if |
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Chick Corea, Herbie Hancock, Keith
Jarrett – in diese illustre Liste berühmter Pianisten kann man
die junge israelische Künstlerin Anat Fort durchaus
einreihen. Mehr noch: sie muß sich hinter diesen großen Namen
keineswegs verstecken! Denn mit ihrer CD And If legt sie
ein beeindruckend ausgereiftes Werk vor, in dem sie sowohl
spielerisches Können wie auch musikalische Einfühlsamkeit
beweist.
Eingespielt mit der "klassischen" Triobesetzung
Piano/Bass/Schlagzeug ist diese CD
ein wundervolles Werk voller emotionaler Momente aber auch voller
intellektueller Klasse. Wie die genannten Protagonisten des
modernen Jazz präsentiert auch Anat Fort eine ganz eigenständige,
unverkennbare Interpretation. Dabei phrasiert sie aber deutlich
weniger in Richtung "Jazz" – man spürt ganz deutlich,
daß sie klassische Ausbildung hat.
Wenn
Anat Fort im Zusammenspiel mit dem Bassisten Gary Wang ihre
Melodien herausarbeitet, führt sie jene Fachleute ad absurdum,
die bei der CD "Jasmine" von Keith Jarrett und Charlie
Haden behauptet hatten: "das können eben nur diese beiden
Ausnahmemusiker". Von wegen!
Mit ihrem ebenso jungen wie bislang weitgehend unbekannten
Begleitensemble zeigt Anat Fort, daß Jugend und Spielkunst kein
Widerspruch sind.
Ergebnis
ist eine beeindruckende CD mit erhebenden Momenten. Mit wunderschönen
Melodien (wie im Titel "En If"), aber auch mit
gelegentlich spröden Klängen – so im Beginn von Titel 5, wo
Glasharfen-ähnliche Töne erklingen.
And
If ist eine sehr
interessante, sehr abwechslungsreiche, sehr inspirierende CD.
Sie ist gefällig, ohne ins Easy Listening abzugleiten. Sie ist
anspruchsvoll, ohne abgehoben akademisch zu sein. Sie ist künstlerisch,
ohne virtuos zu wirken.
Kurz
gesagt: eine dringende Empfehlung für all jene Hörer, die schöne
Klaviermusik schätzen, die nicht einlullt sondern den Geist beflügelt.
Ganz
sicher ist Anat Fort : And If eine der Entdeckungen
des Jahres 2010!
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK, im November 2010
Anat Fort Trio : And If
ECM Records 2010, Laufzeit 52 Minuten, CD € 19,90
Sehen Sie hier ein achtminütiges
Live-Video! |

Anat Fort
Trio : And If
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| NIK
BÄRTSCH'S RONIN : LLYRIA
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Eine
der großartigsten Neuentdeckungen der letzten Zeit ist die
Musik von
Nik Bärtsch. (Wobei ich ganz selbstkritisch zugeben muß, ihn
jahrelang ignoriert zu haben). Denn mit seiner ganz eigenständigen,
unverkennbaren Spielweise schlägt er den Bogen zwischen Minimal
Music, Jazz und Avantgarde.
Als Einstieg in die fabelhafte Musik von Nik Bärtsch empfehlen
wir seine CD Llyria,
denn sie ist die ruhigste und zugleich jazzigste CD, was aber
nicht heißt, daß nicht auch hier die funky grooves vorkommen,
die Nik Bärtsch's Combo so unvergleichlich macht.
Ein absolutes Highlight, das Lust auf mehr macht. Wir jedenfalls
sind fast süchtig geworden nach Nik Bärtschs Musik und legen
sie Ihnen deshalb sehr ans Herz!!!
Nik Bärtsch : Llyria
ECM 2010, Laufzeit 56 Minuten, CD € 19,90
bitte besuchen Sie auch unsere Sonderseite NIK
BÄRTSCH
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Nik Bärtsch : Llyria
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| ARVO
PÄRT : IN PRINCIPIO
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Auf
dem Hintergrund von Texten des Johannes-Evangeliums hat Arvo Pärt
diese wundervolle Musik komponiert, die über weite Strecken
"Orff'sche Kraft" vermittelt. Ganz anders dagegen das
ergreifende "Da pacem domine", das alljährlich in
Spanien
zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags von
Madrid
aufgeführt wird.
Daß Komponisten beileibe nicht weltfremd und entrückt sind,
beweist Arvo Pärt auch bei dem intensiven Orchesterstück
"For Lennart In Memoriam". Es handelt sich um eine
Hommage an den charismatischen Präsidenten der Republik
Estland, Lennart Meri, die dieser noch kurz vor seinem Tod
selbst in Auftrag gegeben hat.
So schließt sich in der CD In Principio der Kreis
zwischen Tradition und Zukunft, zwischen Gläubigkeit und Willen
zur Selbstbestimmung.
Es spielen und singen das Estnische Symphonieorchester, das
Tallinn Kammerorchester und der Kammerchor der Estnischen
Philharmonie unter Leitung von Tonu Kaljuste.
Arvo
Pärt : In Principio
ECM 2009, Laufzeit 71 Minuten, CD € 19,90 |

Arvo Pärt : In Principio
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| arvo
pärt : tabula rasa
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Es
gibt CDs, die für eine gewisse Zeit von Bedeutung sind. Es gibt
aber auch CDs, die eine Ära einläuten, die über Generationen
hinweg richtungsweisend sind.
Eine solche CD ist die erste ECM-Veröffentlichung des
estnischen Komponisten Arvo Pärt. Denn sowohl in den orchestralen Stücken wie auch in den
kammermusikalischen Werken hat diese CD Zeichen gesetzt. Was
auch kein Wunder ist, denn es sind immerhin so großartige
Instrumentalisten wie Gidon
Kremer, Keith Jarrett und auch der Komponist Alfred Schnittke zu hören.
Mittlerweile gehört Arvo Pärt zu den bedeutendsten zeitgenössischen
Komponisten, bekannt für seine großflächig, leicht sphärisch
angelegte Kompositionsform, recht oft mit sakralem Hintergrund.
Die CD Tabula Rasa ist ein eindrucksvoller Beleg! Wenngleich der
Titel nicht voll zutrifft: reinen Tisch macht man eigentlich am
Ende einer Geschichte, nicht am Anfang einer Erfolgsstory…
Arvo
Pärt : Tabula Rasa
ECM 1984, Laufzeit 55 Minuten, CD € 19,90
Titel:
Fratres (Gidon Kremer & Keith Jarrett)
Cantus in Memory Of Benjamin Britten (Staatsorchester Stuttgart)
Fratres (12 Cellisten der Berliner Philharmoniker)
Tabula Rasa (Kremer, Gridenko, Schnittke, Litauisches
Kammerorchester)
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Arvo Pärt : Tabula Rasa
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| ELENI
KARAINDROU : ULYSSES' GAZE
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Manche
Filmmusik kommt über bloße Untermalung nicht hinaus, manche
Filmmusik hingegen ist eigenständig und verstärkt die Wirkung
der Bilder. Solche Musik schreibt Eleni Karaindrou für die
Filme ihres Landsmannes Theo Angelopoulos.
Wie meist bei
Karaindrou handelt es sich um ein Generalthema mit Variationen,
gespielt mit Viola, Oboe und Akkordeon, unterlegt mit sanfter
Orchesterbegleitung. Selbst wenn man den Film "Der Blick
des Odysseus" (mit Harvey Keitel) nicht gesehen hat –
beim Hören der Musik werden sofort Kopfkino-Bilder frei.
Wundervoll!
Eleni Karaindrou :
Ulysses' Gaze
ECM 1995, Laufzeit 59 Minuten, CD € 19,90
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Karaindrou : Ulysses' Gaze
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SALUZZI
& LECHNER : OJOS NEGROS
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Zu
meinen absoluten Lieblingsinstrumenten gehören Cello und
Bandoneón.
Beiden zueigen ist der betörend sentimentale Klang
voll süsser Melancholie.
Wenn eine CD mit Cello und Bandoneón erscheint, kann eigentlich
nichts schief gehen. Schon gar nicht, wenn solche Ausnahmekünstler wie der Argentinier Dino
Saluzzi und die Münchner Cellistin Anja Lechner zu Werke gehen.
So
ist Ojos Negros in der Tat ein fabelhaftes Album geworden, mit
innig-intensiven Klängen zwischen Tradition und Moderne,
zwischen Tango und Klassik.
Saluzzi & Lechner : Ojos Negros
ECM 2007, Laufzeit 57 Minuten, CD €
19,90
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Saluzzi & Lechner : Ojos Negros
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| AMINA
ALAOUI : ARCO IRIS |
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Über Jahrhunderte hinweg wurde die
europäische Kultur von der arabischen beeinflußt. Wenn es noch
eines Beweises bedurft hat, daß insbesondere die Musik der
iberischen Halbinsel deutlich arabische Züge trägt – hier
ist er!
Die marokkanische Sängerin Amina Alaoui präsentiert
zusammen mit ihrem vorzüglichen Ensemble eine eindrucksvolle
Mischung aus arabischer, spanischer und portugiesischer Musik.
Hier wird deutlich, wie sehr der Flamenco in Instrumentierung
und Rhythmik von der Musik des Maghreb profitiert hat. Es wird
ebenso deutlich, wie sehr die Sangeskunst des Fado an die sehnsüchtigen
Klagelieder Nordafrikas erinnert.
Amina Alaoui hat für diese CD Texte der Heiligen Teresa von
Avila mit Musik unterlegt, sie trägt auch arabische
Kompositionen des 11. Jahrhunderts vor. Dazu aber auch mit Fado
Menor einen der bekanntesten Fados des 20. Jahrhunderts.
Sie überschreitet aber nicht nur zeitliche, sondern auch
geographische Grenzen.
So ist das Titelstück in Zusammenarbeit mit Teofilo Chantre,
dem bekannten kapverdischen Musiker, entstanden.
Ergebnis dieser ambitionierten
Arbeit ist eine wunderschöne CD mit traumhaft schönem Gesang
und stets ebenbürtiger Begleitung. Dabei funkelt die CD
keineswegs, wie es der Titel vermuten ließe, in
Regenbogenfarben. Stattdessen scheinen die Töne in dunkle
Pastelltöne gekleidet.
Wenn es an dieser faszinierenden CD
überhaupt etwas zu kritisieren gibt, dann ist es die bisweilen
überdominante Wirkung der Stimme (aber schließlich ist es ja
auch ein Vokalalbum…). Denn Amina Alaoui taucht völlig ein in
die sinnliche Begleitmusik – erhebt sich aber immer wieder aus
diesem Geflecht aus Virtuosität und Stille und wirkt in solchen
Passagen vielleicht eine Spur zu aufdringlich!?
Dieser persönliche Eindruck soll aber keineswegs die fabelhafte
Qualität dieser CD schmälern, die vor allem für Freunde
faszinierender Frauenstimmen ein Ereignis sein dürfte.
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK, im Juni 2011
Amina Alaoui : Arco Iris
ECM 2011, Laufzeit 67 Minuten, CD € 19,90
Besetzung:
Amina Alaoui : Gesang, Daf (= Rahmentrommel) – Saifallah Ben
Abderrazak :Violine – Sofiane Negra : Oud (=Laute) – José
Luis Montón : Flamenco Gitarre – Eduardo Miranda : Mandoline
– Idriss Agnel : Percussion. |

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hier
ist unsere ECM-Liste von 2010
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Liebe Musikfreunde,
im Jahr 2009 hatten wir
- anläßlich des 40jährigen Jubiläums von ECM RECORDS -
unsere Lieblings-CDs dieses Labels vorgestellt. Hier ist nun die
zweite Staffel.
Wichtig
war uns diesmal, Aufnahmen auszusuchen, die durch das
Zusammenspiel der Musiker in völliger Übereinstimmung glänzen.
So sind – außer Keith Jarretts legendärem Solokonzert in Köln
– in dieser Liste ausschließlich Werke zu finden, bei denen
nicht nur hörbar
musikalische Qualität sondern auch eine menschliche und
zwischenmenschliche Komponente zu spüren ist. Denn schließlich
hat Manfred Eicher mit seiner Firma stets auf Grenzüberschreitungen
geachtet –
hat ungewöhnliche Kombinationen zugelassen und in der
ECM-typischen Klangqualität und einem kompromißlosen Coverdesign
veröffentlicht.
Wir
sind sicher, daß Sie auch in dieser Liste einige spannende Titel
entdecken (oder wiederentdecken) werden.
Denn es war uns auch wichtig, CDs zu berücksichtigen, die
vielleicht ein wenig in den Hintergrund getreten sind,
die aber viel zu schade sind, um in Vergessenheit zu
geraten.
Lassen Sie sich erneut entführen in die Klangwelt von ECM!
Viel Spaß beim Hören wünscht
Ihr Shirokko-Team |
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Der 1958 in
Frankreich geborene Manu Katché ist einer der derzeit
interessantesten Musiker, er hat sogar eine eigene regelmäßige
TV-Sendung (auf arte).
Begonnen hat er als Schlagzeuger in den Bands von Peter Gabriel und
Sting, dann wirkte er bei zahlreichen Produktionen als Studiomusiker
mit. Mittlerweile ist er Mitglied von Jan Garbareks Ensemble. Mit
seinem unnachahmlich lockeren Stil hat er all diesen Gruppen zu einem
großartigen rhythmischen Grundgerüst verholfen.
Im Jahr 2005 veröffentlichte Katché sein erstes Soloalbum
"Neighbourhood", zusammen mit Jan Garbarek und dem Marcin
Wasilewski Trio. Diese CD ist eine der schönsten Jazz-CDs der letzten
Jahre, unbedingt empfehlenswert. Nach dem Nachfolger
"Playground" geht Katchés Solokarriere nun mit "Third
Round" in die dritte Runde. |
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| MANU
KATCHÉ : THIRD ROUND |
X |
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Waren seine
beiden ersten Solo-CDs noch von der bedächtigen Spielkunst des
polnischen Trios gekennzeichnet, hat sich Katché nun eine Band
zusammengestellt,
die deutlich mehr zu Elementen des Pop neigt. Mit dabei diesmal die
Norweger Tore Brunborg (Saxofon) und Jacob Young (Gitarre). Den
Pianisten Jason Rebello hat Katché aus der Band von Sting übernommen,
der Bassist Pino Palladino ist ein vielbeschäftigter Studiomusiker,
komplettiert wird die Band durch die kesse Trompeterin und Sängerin
Kami Lyle.
Zusammen
mit diesem Ensemble hat Manu Katché eine sehr abwechslungsreiche CD
geschaffen, die bisweilen ideal scheint für regenverhangene
Sonntagnachmittage, aber auch für lichtdurchflutete Sommertage. Es
gibt Musik, die an Stimmungen, an Tageszeiten, an Umgebungen gebunden
scheint. Third Round jedoch ist eine CD, die man immer und überall hören
kann! Sie paßt immer – ist sehr gefällig, dabei aber keineswegs
beliebig. Zugegeben: hardcore-Jazz-Fans werden diese Musik vielleicht
eine Spur zu "easy" empfinden!? Andererseits sind gerade
solche Klänge geeignet, so manchem Hörer die Angst vor allzu
anstrengendem Jazz zu nehmen.
So ist
Third Round ein äußerst angenehmes Album, das als wunderschöner
Background dienen kann, das aber auch bei aufmerksamem Hören jede
Menge filigraner Feinheiten bietet. Achten sie auf das wundervolle
Saxofonspiel von Tore Runborg; achten sie auf das perlende
Klavierspiel von Jason Rebello; achten Sie auf die akustische Gitarre
in Titel 10 – vor allen Dingen achten Sie aber auf das so typische
stark akzentuierte Schlagwerk von Manu Katché, der sich trotz
beeindruckender Spielkunst stets bescheiden im Hintergrund hält.
Wegen all
dieser positiven Eigenschaften erhält diese CD von uns das Prädikat
"besonders wertvoll". Ganz sicher ist diese CD eine der
besten Neuerscheinungen des noch so jungen Jahres 2o1o.
Gerhard
Rühl, SHIROKKO MUSIK, im März 2010
Manu Katché : Third Round
ECM Records 2010, Laufzeit 44 Minuten, € 19,90 |

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CD
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| ANOUAR
BRAHEM : LE PAS DU CHAT NOIR |
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Selten hat ein CD-Cover derart gut den
musikalischen Inhalt repräsentiert. Auf dem Foto von Andre Kertesz'
sieht man Männer in einem Park (den Tuileries in Paris) in einer
Runde gänzlich entspannt beisammen sitzen. Sprechen sie miteinander?
Schweigen sie? Erholen sie sich? Auf jeden Fall sind sie zwar weit
voneinander entfernt und dennoch in Sichtweite.
So wie diese Männer offenbar Distanz und
Kontakt gleichzeitig halten, so hat auch der tunesische Oud-Virtuose
Anouar Brahem mit seinen Musikern eine formidable Teamleistung
vollbracht - extrem lässig und dabei doch hochkonzentriert.
"Diese Musik ist auf den Tasten
eines Klavier entstanden, inspiriert vom sanften Hin- und Herschwingen
eines Baumes im Wind". Mit diesen Worten beschreibt Brahem die
Entstehungsgeschichte dieser CD. Das ist insofern erstaunlich, als die
arabische Musik eine vollkommen eigenständige Tonalität und Rhythmik
besitzt, die auf dem (abendländisch geprägten) Klavier nur schwer
nachzuvollziehen ist.
Doch geht schon daraus hervor, daß
Brahem erneut eine Grenzüberschreitung gelungen ist. Denn auf seinen
CDs hat er stets, mit wechselnden Begleitensembles, die traditionelle
Musik seiner Heimat vermischt mit individueller Spielkunst und mit
beeindruckender Einfühlsamkeit. Allen Werken Brahems ist die Kunst
zueigen, Töne wirken zu lassen, ihnen Raum zum Ausklingen zu geben
und dabei auch die Stille hörbar zu machen. In vielen Momenten wirkt
Brahems Musik wie die extrem reduzierte Form eines japanischen
Gedichts.
So auch in vorliegender Aufnahme, die
Anouar Brahem zusammen mit dem Pianisten François Couturier und mit
Jean-Louis Matinier (Akkordeon) eingespielt hat. Was diese drei
Musiker an Übereinstimmung bieten, ist großartig. Hier ist kein Ton
zuviel, hier spielt sich keiner in den Vordergrund, hier ist keine
simple Virtuosität zu spüren – jeder Musiker hält sich in großer
Gelassenheit an das Konzept, eine extrem individuelle Stimmung zu
erzeugen, die sowohl den ernsten Charakter arabischer Tradition in
sich birgt, aber auch durch die perlenden Klavierklänge eine deutlich
jazzige Note bekommt.
So ist diese CD auf positive Weise beruhigend und dennoch anregend –
unbedingte Kaufempfehlung!
Anouar Brahem : Le pas du chat noir
ECM Records 2002, Laufzeit 70 Minuten, € 19,90 |

Anouar Brahem : Le pas
du chat noir
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| ANOUAR
BRAHEM : LE VOYAGE DE SAHAR |
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Die
Musik zu seinem Album "Le pas du chat noir" hatte der tunesische Lautenspieler
Anouar Brahem auf dem Klavier (!) komponiert, inspiriert von den leicht
im Wind schwingenden Blättern eines Baumes.
Wie es scheint, hat dieser Baum bei Brahems Werk Le Voyage de Sahar
diesmal keine Blätter getragen, denn den Kompositionen des neuen Albums
fehlt die spielerische Leichtigkeit, die so selbstverständlich wirkende
Eleganz. Stattdessen wirkt die CD eher statisch und langsam. Weil weder
die arabische Laute "oud" noch die Begleiteinstrumente
Akkordeon und Klavier einen "tragenden" Sound beisteuern können,
wirkt diese Aufnahme über weite Strecken äußerst trocken und spröde.
Sie lebt allerdings von der ungeheuren Virtuosität der Musiker, die
traumwandlerisch sicher zusammenspielen.
Deshalb ist auch diese CD von Anouar Brahem ein weiteres Beispiel für
die enorme Intensität arabischer Musik - eine unbedingte Empfehlung für
Freunde anspruchsvoller Instrumentalmusik.
Anouar
Brahem : Le Voyage de Sahar
ECM 2006, Laufzeit 63 Minuten; CD € 19,90
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Anouar Brahem :
Le Voyage de Sahar
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| KEITH
JARRETT : THE KÖLN CONCERT |
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Diese Aufnahme hat nicht nur den
legendären Ruf von Keith Jarretts Soloauftritten begründet, sie ist
auch mit ca. 3 ½ Millionen verkauften Tonträgern die mit Abstand
erfolgreichste CD des Labels ECM und hat nicht nur zum Ruhm der Firma
sondern ganz sicher auch zu deren finanziellem Erfolg beigetragen. Das
Köln Concert ist auch eine der wichtigsten Aufnahmen der
Jazzgeschichte, vergleichbar etwa mit Miles Davis' Kind Of Blue.
Eigentlich gehört das Köln Concert zur Grundausstattung jeder
CD-Sammlung. Insofern ist es müßig, diese CD hier noch vorzustellen.
Es gäbe schließlich auch Alternativen, wie zum Beispiel das
ekstatische Konzert in Bregenz 1982 (CD: Concerts) oder das in
seiner abgeklärten Reduziertheit und Ernsthaftigkeit faszinierende Vienna
Concert.
Weil aber allein die ersten zehn Minuten
des Köln Concerts, in denen Keith Jarrett das Grundthema umkreist,
aufnimmt, wieder verwirft, um dann schließlich in spürbarer
Körperlichkeit energetisch auszubrechen, derartig beeindruckend sind,
wollen wir Ihnen diese CD erneut ans Herz legen.
Wer weiß, vielleicht besitzen Sie die CD ja noch gar nicht???
Keith Jarrett : The Köln Concert
ECM Records 1975, Laufzeit 66 Minuten, € 19,90 |

Keith Jarrett : Köln
Concert
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| ZAKIR
HUSSAIN : MAKING MUSIC |
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Diese Aufnahme ist ein seltener
Glücksfall, denn die beiden indischen Musiker Zakir Hussain (Tabla)
und Hariprasad Chaurasia (Bambusflöte) vollbringen zusammen mit John
McLaughlin (Gitarre) und Jan Garbarek (Saxofon) eine überzeugende
Vermischung zweier Musikkulturen.
Die nordindische Musik ist gekennzeichnet
von totaler Übereinstimmung (= auf den gleichen Ton gestimmt sein)
der Musiker. Diesem Gebot fügen sich Jan Garbarek und John McLaughlin
auf faszinierende Weise.
So gelingt McLaughlin im Titelthema das
Kunststück, die typische Spielweise einer Sitar nachzuahmen und dabei
auch eigene improvisatorische Elemente einzubauen. Doch auch in den
äußerst entspannten, in sich ruhenden Kompositionen, die melodisch
höchst anspruchsvoll und bisweilen rhythmisch ausgesprochen vertrackt
sind, vermag das Ensemble (in wechselnder Zusammenstellung) voll zu
überzeugen.
Ein Meilenstein der Musik, der viele
gescheiterte Versuche sogenannter "Weltmusik" vollkommen ad
absurdum führt.
Zakir Hussain : Making Music
ECM Records 1987, Laufzeit 49 Minuten, € 19,90 |

Zakir Hussain : Making
Music
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| ELENI
KARAINDROU : ELEGY OF THE UPROOTING |
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Weil Eleni Karaindrou obligatorisch die
Soundtracks zu Filmen ihres Landsmanns Theo Angelopoulos komponiert,
wird sie oft als Filmmusik-Komponistin bezeichnet und damit unterschätzt.
Denn dieses Urteil
greift entschieden zu kurz, wie vorliegende Aufnahme beweist. Karaindrous Kompositionen, die ohnehin schon von großer
Ausgeglichenheit und souveräner Entspanntheit gekennzeichnet sin,
erhalten in den Arrangements für Chor und Orchester noch mehr
musikalische und emotionale Tiefe.
In das Grundkonzept "Flucht und Verlust der Heimat" fügen
sich die kurzen Sequenzen, die verschiedenste Gefühlszustände
ausdrücken, vollkommen ein. Egal ob sehnsuchtsvoll oder dramatisch,
elegisch oder hoffnungsfroh – diese Musik ist stets von ungeheurer
Ausdruckskraft und dabei gleichzeitig von spürbarer Intimität
durchzogen. In diesem Gebilde von positiver Melancholie und
Nachdenklichkeit ist die wunderbare Stimme von Maria Farantouri
ein weiteres Highlight. Das ist große Musik, um nicht zu sagen
"großes Kino", und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur
zeitgenössischen Klassik.
Eleni Karaindrou : Elegy Of The Uprooting
ECM Records 2005, Laufzeit 93 Minuten, 2 CDs € 30,00 |

Eleni Karaindrou :
Elegy Of The Uprooting
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| JAN
GARBAREK : IN PRAISE OF DREAMS |
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Neben Keith Jarrett ist Jan Garbarek
sicherlich der renommierteste Künstler von ECM Records, was sich in
einer Vielzahl von Aufnahmen und Gastauftritten manifestiert.
Vorliegende CD hat Garbarek mit der
armenischen Bratschistin Kim Kashkashian und dem Schlagzeuger Manu
Katché eingespielt. Schon die Besetzung zeigt: ein
außergewöhnliches Werk. Denn das expressive Saxofonspiel Garbareks
kontrastiert mit den intimen Viola-Klängen und den elektronischen
Sounds, die Katché beisteuert. Auf diese Weise ist Garbareks
vielleicht innovativstes Werk entstanden – auf jeden Fall eines, das
zeitgemäß moderne Klänge einbindet und damit für ein ganz eigenes
Hörerlebnis sorgt. Allein der Titelsong, eine von Garbareks
schönsten Kompositionen, beweist dies. Gegen Ende der CD verfällt
Garbarek zwar wieder in die typisch nordischen
"naturbeschreibenden" Klänge. Das tut aber dem
Gesamteindruck keinen Abbruch – einer äußerst gelungenen
Konfrontation von klassischem Jazz mit der Moderne.
Jan Garbarek : In Praise Of Dreams
ECM Records 2004, Laufzeit 52 Minuten , € 19,90 |

Jan Garbarek : In Praise
Of Dreams
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| LECHNER
& TSABROPOULOS : MELOS |
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Nach ihren wundervollen
Gurdjieff-Interpretationen legen Anja Lechner (Cello) und Vassilis
Tsabropoulos (Klavier) ein weiteres großartiges Album vor. Denn hier
haben sich nicht nur zwei Musiker in vollkommener Übereinstimmung
getroffen – die Kombination von Cello und Klavier ist auch von
großem Reiz und emotionaler Tiefe.
Tsabropoulos glänzt mit lupenreinem
Anschlag und lyrisch-zartem Spiel, seine Kompositionen sind kompakt
und lassen der Phantasie des Hörers Freiraum. Kongeniale Begleiterin
ist Anja Lechner, die erneut beweist, daß das Cello eines der
ausdrucksstärksten Instrumente ist. So kontrastieren die strengen
Klangflächen optimal mit den perlenden Läufen des Piano. Ein
vielschichtiges und tief wirkendes Klangerlebnis.
Lechner & Tsabropoulos : Melos
ECM Records 2008, Laufzeit 64 Minuten , € 19,90
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Lechner &
Tsabropoulos : Melos
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| DINO
SALUZZI : CITÉ DE LA MUSIQUE |
X |
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Das Bandoneón ist das typische
Instrument des Tango, mit unverkennbarem Klang und von großer
Ausdruckskraft geprägt. Daß der Tango Argentino ist weit mehr als
bloße "Folklore" ist, hat unter anderem Astor Piazzolla
bewiesen, dessen Werke hohe kompositorische Qualität besitzen.
Der argentinische Bandoneón-Spieler Dino
Saluzzi wandelt hörbar auf Piazzollas Spuren, doch ist seine Musik
auch durchzogen von ganz intimer, intensiver Spielweise, die
melancholisch aber auch enorm lebensbejahend ist. Zusammen mit den
Gitarrenklängen, die Saluzzis Sohn José beiträgt und der subtilen
Begleitung des Jazz-Bassisten Marc Johnson ergibt sich ein wunderbares
Hörerlebnis voller Nachdenklichkeit und Verträumtheit. Nicht immer
leicht zu hören, weil teilweise von "trockenem",
"sprödem" Klang, aber stets beeindruckend intensiv und
individuell.
Dino Saluzzi : Cité de la Musique
ECM Records 1997, Laufzeit 60 Minuten, € 19,90 |

Dino Saluzzi : Cité de
la Musique
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| JAN
GARBAREK & hilliard
ensemble : OFFICIUM |
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Die fünfhundertfünfundzwanzigste ECM-CD
ist gleichzeitig auch eine der ungewöhnlichsten und erfolgreichsten.
Sakrale Gesänge, begleitet mit Saxofon – solche Klänge hatte man
bis dahin kaum gehört.
Das Hilliard Ensemble präsentiert
Gesänge von Cristobal de Morales, Perotin u.a. in gewohnt
beeindruckender Kunst. Dazu das bisweilend schneidende, meist aber
sanft untermalende Saxofon Jan Garbareks – eine glückliche Fügung.
Denn mit "Officium" ist dem Label ECM ein weiterer großer
Erfolg gelungen; und die Musikwelt ist um eine weitere wichtige
Facette reicher, die die Hörgewohnheiten vieler Musikliebhaber
erweitert hat.
Jan Garbarek & Hilliard Ensemble : Officium
ECM Records 1994, Laufzeit 77 Minuten, € 19,90
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Jan Garbarek : Officium
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| ARILD
ANDERSEN : SAGN |
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Viele ECM-CDs zeichnen sich durch
ungewöhnliche Kombinationen und Grenzüberschreitungen aus. Eine
solche ist auch Arild Andersen's Sagn, die schon vor zwanzig Jahren
erschienen ist und der man durchaus mehr Aufmerksamkeit und Erfolg
gewünscht hätte. Denn die wunderbare Stimme von Kirsten Bråten
Berg, die norwegische Volkslieder singt, wird kontrastiert von
schwebenden Keyboard-Klängen und ungewöhnlicher Instrumentierung. So
klingt diese CD manchmal wie eine Folklore-Aufnahme, in den
rhythmischen Passagen werden aber auch Anklänge an Jazz-Rock à la
Joe Zawinuls Weather Report deutlich.
Ein sehr interessantes Werk – zumal mit dem Song
"Laurdagskveld" meine absolute Lieblingsnummer für
regenverhangene Samstagnachmittage enthalten ist. Hören Sie diesen
Song und stellen Sie sich dabei vor, in einer Kemenate (an der
Nordsee?) zu sitzen, den Regentropfen zuzusehen, die an der
Fensterscheibe entlang laufen. Sie werden fasziniert sein!
Arild Andersen : Sagn
ECM 1990, Laufzeit 67 Minuten , € 19,90
Besetzung :
Arild Andersen (b), Bendik Hofseth (sax), Frode Alnaes (g), Bugge
Wesseltoft (keyb), Nana Vasconcelos (perc), Kirsten Bråten Berg
(voc). |

Arild Andersen : Sagn
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und hier ist unsere
Auswahl Best Of ECM aus dem Jahre 2009....
Ganz ohne Zweifel ist Manfred Eichers Label ECM Records
die weltweit
beste Adresse für zeitgenössischen Jazz und außergewöhnliche Klassik, darunter
sehr viele grenzüberschreitende Werke.
Bei ECM finden sich nicht nur weltbekannte Musiker, die konsequente
Klangphilosophie und die ebenso kompromißlose Covergestaltung haben
eine unverwechselbare Ästhetik erzeugt.
Wir geben zu: manche der ECM-Aufnahmen sind uns persönlich zu
kopflastig. Doch in mittlerweile
über eintausend Veröffentlichungen
finden sich natürlich massenhaft herausragende Aufnahmen.
Unsere Liste
ließe sich deshalb beliebig erweitern – aus Platzgründen mußten wir
einige erstklassige
Werke leider unerwähnt lassen.
Selbstverständlich finden Sie diese CDs in unserem Laden.
Lassen Sie sich entführen in die Klangwelt von ECM!
Gerhard Rühl und das SHIROKKO-Team, im Oktober 2009
Anmerkung: die Jahreszahlen geben das
Jahr des Erscheinens an, nicht das der Aufnahme.
(Bei ECM liegen zwischen diesen Daten oft mehrere Jahre, was auf eine
sorgfältige Veröffentlichungsstrategie hindeutet).
Zusammenstellung: Silvia Rühl, Julia Brützel,
Gerhard Rühl.
Text und Gestaltung : Gerhard Rühl. Sämtliche
Texte sind garantiert subjektiv.Stand: 12. Oktober 2009
Laden Sie hier unsere Liste als
pdf-Dokument! |
ANOUAR
BRAHEM :
THE ASTOUNDING EYES OF RITA |
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Der
tunesische Lautenvirtuose Anouar Brahem sagte einst: "Wenn sich
die
Tradition nicht immer wieder selbst erneuert, trocknet sie aus und
stirbt ab".
Entsprechend finden sich in seiner Musik zwar immer Anklänge an seine
arabische Heimat, doch hat Brahem immer wieder die Brücke geschlagen
zu neueren musikalischen Trends, vor allem dem kammermusikalischen
Jazz.
Nach den etwas spröden Klängen von "Le Voyage de Sahar"
ist Brahem auch wieder zurückgekehrt zu Musik voller süßer
Versuchung, voller melodischer Vielfalt, voller positiver Melancholie.
Begleitet wird Anouar Brahem diesmal von Klaus Gesing
(Bassklarinette), Björn Meyer (Bass) und vom libanesischen
Percussionisten Khaled Yassine. Zusammen mit seinem neuen Ensemble ist
Brahem ein Meisterwerk geglückt. Egal ob in den traumhaft schönen
lyrischen Passagen, deren innere Ruhe an Brahems Erstlingswerk
"Barzakh" erinnert oder in den rhythmischen Titeln, bei
denen die Band gelegentlich richtig ins "Grooven" kommt:
diese CD kann in jeder Sekunde begeistern.
Schön auch, daß Brahem weder auf modale Eigenheiten der
arabischen Musik noch auf typische Vierteltöne verzichtet, geschweige
denn auf vertrackte Rhythmen. Denn damit schließt Brahem den Kreis
zwischen verschiedenen Musikrichtungen und macht diese CD zu einem Hörgenuß,
egal aus welcher musikalischen Ecke der Hörer kommt.
Was ist das eigentlich für eine Art von Musik? Es ist keine
Weltmusik, kein Jazz, keine Kammermusik – eher eine Mischung aus all
diesen Kategorien. Nennen wir es doch einfach nur "Musik",
Musik mit einem hohen individuellen Charakter und mit Spielkunst auf
allerhöchstem Niveau.
Egal welche Musikrichtung Sie persönlich bevorzugen – Anouar
Brahems CD wird Sie begeistern, da sind wir uns ziemlich sicher. Denn
in diese Klangwelt kann man sich richtig „hineinfallen" lassen,
kann sich faszinieren lassen von den ausgesprochen beruhigenden und
dennoch anregenden Klängen. Wollen wir wetten?
Gerhard Rühl,
25. September 2009
Anouar Brahem : The Astounding Eyes Of Rita
ECM 2009, Laufzeit 53:31, CD EUR 19,90
Weitere ausgewählte Werke von Anouar
Brahem:
Barzakh (1991), Conte de l’incroyable amour (1992), Astrakan Café
(2000), Le pas du chat noir (2002), Le Voyage de Sahar (2006)
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Anouar Brahem :
The Astounding Eyes Of Rita
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| MANU
KATCHE : NEIGHBOURHOOD |
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Der in
Frankreich geborene Manu Katché ist einer der herausragenden
Schlagzeuger unserer Zeit. In den Bands von Sting und Peter
Gabriel sorgte er mit seinem unnachahmlich lockeren Stil für
einen genialen rhythmischen Background.
Mittlerweile spielt Katché regelmäßig in der Band von Jan
Garbarek.
Nun legt
Manu Katché eine CD mit Eigenkompositionen vor. Dabei stellt sich natürlich
sofort die Frage: Kann ein Schlagzeuger wirklich Songs schreiben? (viele
Kollegen vor ihm sind genau daran kläglich gescheitert).
Doch die Frage tritt sofort in den Hintergrund, denn Katché hat sich
ein erstklassiges Team ins Studio geholt, das für großartige Musik
garantiert: unter anderem der legendäre Saxofonist Jan
Garbarek und der Trompeter Tomasz Stanko.
Die eigentliche Sensation ist jedoch der polnische Pianist Marcin
Wasilewski.
Was dieser Mann an Einfühlungsvermögen und Klangreichtum bietet, ist
phänomenal.
Zu erwähnen ist auch, daß sich Manu Katché vollkommen in den
Hintergrund stellt (wie es sich für einen Drummer ja auch gehört!?).
Nur ganz selten blitzen seine lockeren Läufe auf, ansonsten ist die
Musik melodisch wie rhythmisch von äußerster Zartheit.
Ergebnis ist eine wundervoll zu hörende Jazz-CD, unsere "Jazz-CD
des Jahres 2005"
und seitdem bei uns ein absoluter Bestseller...
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK
Manu Katché : Neighbourhood
ECM 2005, Laufzeit 55 Minuten, CD € 19,90
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Manu Katché :
Neighbourhood
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| eLENI
KARAINDROU : ETERNITY AND A DAY |
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Seit
vielen Jahren ist die Griechin Eleni Karaindrou
„Haus-und-Hof-Komponistin" des Regisseurs Theo Angelopoulos.
Denn sie versteht es meisterhaft, die monochromen und bedächtig
wirkenden Bilder seiner Filme kongenial mit Musik zu unterlegen. Dabei
ist diese Musik auch ohne die visuellen Eindrücke von großer Schönheit
und beinahe magischer Anziehungskraft. Meist handelt es sich um ein
Grundthema, das in verschiedenen Variationen und Instrumentierungen
wiederholt wird und dadurch eine fast trancehafte Wirkung entfaltet.
Eleni Karaindrous Werke sind mehr als bloße Soundtracks – durch
ihre kompositorische Qualität sind sie durchaus zur zeitgenössischen
Klassik zu zählen.
Die Musik zum Film Eternity And A Day (Die Ewigkeit und ein Tag,
u.a. mit Bruno Ganz) zählt zu den gelungensten Werken von Eleni
Karaindrou.
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK
Eleni Karaindrou : Eternity And A Day
ECM 1999, Laufzeit 46 Minuten, CD € 19,90
Weitere Werke von Eleni Karaindrou:
Music For Films (1991), The Suspended Step Of The Stork (1992),
Ulysses’ Gaze (1996), Trojan Women (2002), The Weeping Meadow
(2004), Elegy Of The Uprooting (2006, live), Dust of Time (2009)
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Eleni Karaindrou :
Eternity And A Day
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LECHNER
& TSABROPOULOS :
GURDJEFF - CHANTS, HYMNS
AND DANCES |
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Mit
der Münchner Cellistin Anja Lechner und dem griechischen Pianisten
Vassilis Tsabropoulos hat sich ein otpimales Duo zusammengefunden.
Denn die beiden verbinden die intensiven Klänge des Cello und
verhaltene Klavierklänge in beeindruckend harmonischem Spiel zu einem
ganz besonderen Erlebnis. Nicht nur die hörbare Spielkunst der beiden
ist faszinierend, sondern vor allem die völlige Übereinstimmung im
Zusammenspiel, die Musik auf allerhöchster Ebene hervorruft.
Auf vorliegender Aufnahme haben die beiden vorwiegend Kompositionen
des armenischen Philosophen Georges I. Gurdjieff berücksichtigt,
deren geistiger Tiefe sie durch ihr inspiriertes Spiel die angemessene
Würde zuteil kommen lassen.
Ein in jeder Hinsicht wunderschönes Album!
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK
Lechner & Tsabropoulos : Gurdjeff - Chants, Hymns And Dances
ECM 2004, Laufzeit 72 Minuten, CD € 19,90
außerdem von Lechner & Tsabropoulos erschienen: Melos
(2008)
sowie die fabelhafte Solo-CD von Vassilis Tsabropoulos: Akroasis
(2003)
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Lechner
& Tsabropoulos :
Gurdjieff, Chants...
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| TORD
GUSTAVSEN TRIO : CHANGING PLACES |
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Sitzen Sie
gerne abends oder nachts an einer Bar?
Hören Sie dabei gerne entspannte Klavierklänge?
Haben Sie sich schon über die recht oft banale Musik geärgert, die
Ihnen dabei geboten wird? Dann könnten wir Abhilfe schaffen!
Denn so könnte die optimale Barmusik klingen: Der skandinavische
Pianist Tord Gustavsen und sein Trio haben eine absolut
homogen wirkende CD aufgenommen,
die in ihrer sanftmütigen Wirkung derart schön zu hören ist, daß
man sich augenblicklich an einen Tresen wünscht (mit dem passenden
Getränk).
Doch auch
Abstinenzler werden zugeben : diese Klaviermusik zählt zum
angenehmsten, was in diesem Genre in den letzten Jahren erschienen
ist.
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK
Tord Gustavsen Trio : Changing
Places
ECM 2003, Laufzeit 66 Minuten, CD € 19,90
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CD
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KEITH
JARRETT :
THE MELODY AT NIGHT, with you |
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Kein anderer
Jazzmusiker hat in den letzten Jahrzehnten derart für Aufsehen gesorgt
– und mit seinen Liveauftritten derart polarisiert wie Keith Jarrett.
Legendär vor allem seine Aufnahmen der 70er und 80er Jahre, bei denen
er mit beeindruckender Technik und spürbar körperlichem Einsatz eine
ganz eigene Erzählkunst entwickelte, in der er förmlich „durch sein
Instrument sprach".
Nach einigen
Ausflügen in die klassische Musik hat Jarrett in den letzten Jahren
vornehmlich Interpretationen von Jazz-Standards präsentiert.
Aus dem
schier unüberblickbaren Werk von Keith Jarrett haben wir eine Aufnahme
ausgewählt, die er nach überstandener schwerer Krankheit zuhause
aufgenommen hat. Intimer und ausgeglichener hat Jarrett wohl nie
geklungen, die fast meditativen Klavierklänge zeugen von intensiver
Nachdenklichkeit.
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK
Keith Jarrett : The Melody At Night
With You
ECM 1999, Laufzeit 55 Minuten, CD € 19,90
Weitere Werke von Keith Jarrett (eine Auswahl):
Bremen Lausanne (1973), Köln Concert (1975), My Song (1984),
Bregenz Concerts (1985), Changeless (1989), Vienna Concert (1992),
Testament (2009)
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Keith Jarrett :
The Melody At Night, With You
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| jan
garbareK :
twelve moons |
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Diese
CD war die fünfhundertste (!) Veröffentlichung des Labels – und
sie ist nach wie vor eine der allerbesten. Denn Jan Garbarek (neben
Keith Jarrett der wohl bedeutendste ECM-Interpret), wurde hier
begleitet von Eberhard Weber, Rainer Brüninghaus, Manu Katché,
Marilyn Mazur, dazu sind die skandinavischen Sängerinnen Agnes Buen
Garnas und Mari Boine zu hören. Schon daraus geht hervor, daß
Garbarek hier eine Brücke zwischen zeitgenössischem Jazz und den
typischen naturbeschreibenden Klängen des Nordens gelungen ist.
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK
Jan Garbarek : Twelve Moons
ECM 1993, Laufzeit 75 Minuten, CD € 19,90
Weitere Werke von Jan Garbarek (eine Auswahl):
Legend Of Seven Dreams (1988), Ragas & Sagas (1992), Officium
(1994), Visible World (1996), In Praise Of Dreams (2004), Dresden
(2009, live).
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Jan Garbarek
: Twelve Moons
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| STEFANO
BOLLANI : STONE IN THE WATER |
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Zusammen
mit dem Bassisten Jesper Bodilsen und Morten Lund (Schlagzeug) hat
der Pianist Stefano Bollani hier sein bislang stärkstes
Werk eingespielt.
Die bedächtig
verhaltene, für ECM-Verhältnisse extrem gedämpft wirkende
Klaviermusik läßt unwillkürlich von romantischen Abenden (zu
Hause - oder vielleicht auch an einer Bar?) denken. Sie bietet
sich als entspannender und dennoch gehaltvoller Background direkt
an und ist eine echte Alternative zu den CDs des Tord Gustavsen
Trios.
Gerhard Rühl, SHIROKKO
MUSIK
Stefano Bollani : Stone In The
Water
ECM 2009, Laufzeit 61 Minuten, CD € 19,90 |

Stefano
Bollani : Stone In The Water
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| MARCIN
WASILEWSKI TRIO |
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Der polnische
Pianist Marcin Wasilewski ist Ihnen vielleicht als Begleiter von
Manu Katché ein Begriff?
Zusammen mit seinen Landsleuten hat Wasilewski eine betörend schöne CD
aufgenommen, die leider etwas unterbewertet wurde, aber dennoch großartig
ist – vor allem zu empfehlen für Freunde von ruhigem
kammermusikalischem Jazz, der sich auch als anspruchsvolle
Backgroundmusik eignet.
Gerhard Rühl, SHIROKKO MUSIK
Marcin Wasilewski Trio
ECM 2005, Laufzeit 63 Minuten, CD € 19,90
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Marcin Wasilewski
Trio
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| ARVO
PÄRT : ALINA |
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Aus
der ECM-hauseigenen Klassik-Linie „New Series" ist vor allem
der estnische Komponist Arvo Pärt herauszuheben, der mit seinen oft
sakral angehauchten Werken einer der wichtigsten Protagonisten zeitgenössischer
Klassik ist.
Auf dieser CD ist Pärts musikalisches Vexierspiel „Mirror In The
Mirror" gleich in drei verschiedenen Versionen zu hören, dazu
zwei Variationen des Titelstücks Alina.
Arvo Pärt : Alina
ECM 1999, CD EUR 19,90
Weitere Werke von Arvo Pärt (eine Auswahl):
Tabula Rasa (1985), Passio (1988), Miserere (1991).
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Arvo Pärt :
Alina
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Diese
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Alle Angaben
unverbindlich. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Copyright for all contents © SHIROKKO Munich 2008. Texte und
Zusammenstellung Gerhard Ruehl. Design: buero ruehl
SHIROKKO MUSIK
Postadresse : SHIROKKO
. Postfach 101246 . D-80086 München, Germany . Fax
+49-(0)89-291200
Ladenadresse : SHIROKKO . Ledererstrasse 19 . D-80331 München.
Phone +49-(0)89-297121
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